Analyse
22:07 Uhr, 31.03.2026

Der Markt versucht ein Irankrieg-Eskalations-Peak einzupreisen

Iran-Präsident Peseschkian fordert für ein Kriegsende "notwendige Garantien" gegen neue Aggressionen. Im Telefonat mit EU-Chef Costa verlangte er zudem Entschädigungen sowie eine Klärung der Kriegsschuld. Teheran betont: Der Konflikt endet nach iranischem Beschluss, nicht nach dem Willen von US-Präsident Donald Trump.

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In einem Telefonat mit dem EU-Ratspräsidenten António Costa hat Peseschkian heute die iranische Position für ein Ende der Feindseligkeiten bekräftigt. Peseschkian betonte, dass der Iran den nötigen Willen“habe, den Krieg zu beenden, knüpfte dies jedoch an eine Bedingung: Teheran verlangt völkerrechtlich bindende Sicherheitsgarantien, dass es nicht zu einer erneuten "Aggression" durch die USA oder Israel kommt. Der Iran reagiert damit auf die Zerstörung bedeutender militärischer Infrastruktur und den Tod des früheren Obersten Führers Ali Khamenei zu Beginn des Konflikts.

Zusätzlich zu den Sicherheitsgarantien brachte Peseschkian zwei weitere harte Punkte ein:

Finanzielle Entschädigung: Teheran fordert Reparationszahlungen für die durch die Luftschläge verursachten Schäden.

Kriegsschuldfrage: Es wird eine „klare Festlegung der Verantwortlichkeiten“ verlangt, was faktisch einer internationalen Verurteilung des US-israelischen Vorgehens gleichkäme.

Die Behauptung, der Krieg ende erst, wenn der Iran dies beschließe, ist ein strategisches Signal an die USA unter Donald Trump.

Irans Strategie: Trotz Berichten über massive Verluste (das Weiße Haus spricht von einer Reduktion der Raketenkapazitäten um 90%) demonstriert Teheran Standhaftigkeit. Man will nicht als Verlierer am Verhandlungstisch sitzen, der lediglich Trumps Bedingungen diktiert bekommt.

Gegenangebot: Der Iran hat als Reaktion auf einen US-amerikanischen 15-Punkte-Plan einen eigenen 5-Punkte-Gegenentwurf vorgelegt, der eben jene Garantien und den Abzug von US-Truppen aus dem Persischen Golf vorsieht.

Der Iran nutzt die EU über Costa als Kanal, um einen für die heimische Bevölkerung "ehrenvollen" Ausstieg aus einem militärisch kaum noch gewinnbaren Konflikt zu finden. Ohne eine Aufweichung der Forderung nach finanziellen Entschädigungen durch die USA ist ein schnelles Abkommen unwahrscheinlich, da die Trump-Administration Reparationszahlungen derzeit kategorisch ablehnt.

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3 Kommentare

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  • c0ldsun
    c0ldsun

    Die arabischen Länder kotzen doch heimlich über Trump, weil die genau wissen, ohne Iran geht da nix. Ich würde auf keine schnelle Lösung wetten, auch wenn es heute mal nach oben geht. Wenn sich die angezapften Ölreserven zu Ende neigen, sehe ich Öl mittelfristig bei 150$ und jeder weiß, was das bedeutet.

    23:23 Uhr, 31.03.
  • Juancor
    Juancor

    Das sieht nicht nach einer schnellen Einigung aus. Hab irgendwo was gelesen, dass die USA sich überlegt haben die Strasse von Hormuz, wenn man sich nicht einigt, dann eben für alle zu zumachen (weil ja aktuell Schiffe für Pakistan, Indien, China durch dürfen). Es dürfen entweder alle durch oder keiner! Damit würde man aber noch mehr Länder aktiv in den Konflikt reinziehen.

    22:24 Uhr, 31.03.
  • Andy3
    Andy3

    der Mann hat keine Macht und spricht nicht für den Iran. Jamie Dimion von JP Morgan wünscht sich ein Ende des Regimes.

    22:19 Uhr, 31.03.