DEERE & CO: Der Konzern erklärt den Zyklustiefpunkt für erreicht
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Deere übertrifft im dritten Quartal die Erwartungen an Umsatz und Gewinn deutlich und hebt die Jahresprognose für den Nettogewinn an. Das Management sieht im laufenden Geschäftsjahr den Boden des Agrarzyklus erreicht, während die Kernsparte Landtechnik weiter schrumpft.
Deere meldet für das dritte Geschäftsquartal einen Konzernumsatz von 12,608 Mrd. USD, ein Plus von 5 % gegenüber dem Vorjahresquartal und deutlich über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 10,81 Mrd. USD. Das verwässerte EPS steigt von 4,75 USD auf 5,10 USD und liegt damit klar über dem Konsens von 4,71 USD. Der Nettogewinn wächst um 7 % auf 1,379 Mrd. USD, während das operative Ergebnis über alle Segmente um 18 % auf 1,856 Mrd. USD zulegt. Die Aktie notiert in einer ersten Reaktion rund 1,8 % höher.
Für die ersten neun Monate zeigt sich ein anderes Bild: Der Nettogewinn sinkt dort um 4 % auf 3,808 Mrd. USD, obwohl der Umsatz um 7 % auf 35,589 Mrd. USD steigt. Das dritte Quartal profitiert zudem von Zollrückerstattungen in Höhe von 110 Mio. USD, die das operative Ergebnis stützen. Die Diskrepanz zwischen dem starken Einzelquartal und dem schwächeren Neun-Monats-Trend relativiert den Eindruck einer durchgehenden Erholung: Das Kerngeschäft trägt noch nicht auf breiter Front, einzelne Effekte und ein gutes Quartal in bestimmten Segmenten prägen das Bild.
Kennzahlen des Quartals im Überblick: Ergebnis, Umsatz und Umsatzverteilung von DEERE & CO. (Quelle: Unternehmensangaben)
Landtechnik schrumpft, Bau- und Kleingerätesparte kompensieren
Das größte Segment, Production & Precision Agriculture, verzeichnet einen Umsatzrückgang von 6 % auf 3,998 Mrd. USD und einen Rückgang des operativen Ergebnisses um 9 % auf 527 Mio. USD, bei einer Marge, die von 13,6 % auf 13,2 % sinkt. Grund sind niedrigere Absatzmengen, die von günstigerer Preisgestaltung nur teilweise ausgeglichen werden. Small Agriculture & Turf liefert dagegen ein Umsatzplus von 12 % auf 3,383 Mrd. USD und einen Gewinnsprung von 28 % auf 622 Mio. USD, die Marge klettert von 16,0 % auf 18,4 %. Noch deutlicher fällt die Entwicklung bei Construction & Forestry aus: Der Umsatz wächst um 18 % auf 3,618 Mrd. USD, das operative Ergebnis verdoppelt sich nahezu auf 436 Mio. USD, die Marge springt von 7,7 % auf 12,1 %.
Die Segmentzahlen zeichnen ein gespaltenes Bild: Während das traditionelle Kerngeschäft mit Großtraktoren und Mähdreschern weiter unter Druck steht, tragen die kleineren und zyklisch früher drehenden Sparten das Quartal. Diese Verschiebung erklärt, warum der Konzern insgesamt liefern kann, obwohl das größte Segment schwächelt, sagt aber auch, dass die eigentliche Erholung im Agrarzyklus noch aussteht.
Umsatz und Ergebnis je Aktie im Quartalsverlauf inkl. Analystenschätzungen. (Quelle: Unternehmensangaben)
Ausblick
Deere hebt die Prognose für den Nettogewinn im Geschäftsjahr 2026 von zuvor 4,5 bis 5,0 Mrd. USD auf 4,75 bis 5,0 Mrd. USD an, verengt die Spanne also nach oben. Das ist eine echte Anhebung der Erwartungshaltung, wenn auch am oberen Rand der bisherigen Bandbreite, keine grundlegende Neubewertung des Geschäftsjahres. Für die Segmente rechnet der Konzern für das Gesamtjahr mit einem Umsatzrückgang von rund 10 % bei Production & Precision Ag, während Small Ag & Turf um rund 15 % und Construction & Forestry um rund 20 % wachsen sollen. Das im Quartal beobachtete Wachstum von 5 % gegenüber dem Vorjahresquartal bleibt damit im Rahmen des bisherigen Tempos, wie die Wachstumsdynamik des laufenden Jahres bereits zeigt.
Der CEO bezeichnet 2026 explizit als den Boden des aktuellen Landtechnikzyklus und verweist auf verbesserte Trends bei Vorbestellprogrammen und sinkende Gebrauchtmaschinen-Bestände als Stütze für diese Einschätzung. Das ist eine Aussage über die Richtung, nicht über das Tempo der Erholung: Der Ausblick bestätigt zwar eine Bodenbildung, verspricht aber keinen schnellen Rebound in der Landtechnik, die mit einem Rückgang von 15 bis 20 % in Nordamerika und Südamerika weiterhin die schwächste Baustelle im Konzern bleibt.
Kennzahlen im Überblick
| Kennzahl | 2025 | 2026e | 2027e |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 44,66 Mrd. USD | 41,63 Mrd. USD | 44,73 Mrd. USD |
| EPS | 18,50 USD | 18,08 USD | 22,19 USD |
*e = erwartet (Analystenkonsens, bei US-Unternehmen auf Non-GAAP-Basis); Ist-Jahr 2025 wie berichtet (GAAP)
Fazit: Deere liefert im dritten Quartal deutlich bessere Zahlen als vom Markt erwartet, getragen von der Bau- und Forstsparte sowie der Klein- und Rasentechnik, während das Kerngeschäft mit Großtraktoren weiter schrumpft. Die Anhebung der Nettogewinn-Prognose ans obere Ende der bisherigen Spanne untermauert die These vom Zyklustiefpunkt, ändert aber nichts daran, dass die eigentliche Erholung in der Landtechnik noch nicht eingesetzt hat. Die Kombination aus starkem Einzelquartal und schwächerem Neun-Monats-Verlauf spricht für eine Stabilisierung, nicht für eine bereits laufende Trendwende im größten Segment des Konzerns.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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