Die Woche in Zahlen: Brent über 100 Dollar drückt die Aktienmärkte ins Minus
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Die Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus haben den Ölpreis nach oben getrieben und die Aktienmärkte belastet: Alle großen Indizes beendeten die Woche im Minus. Der DAX gab 1,9 % ab, der Dow Jones 1,6 %, während der Nasdaq 100 mit 0,6 % vergleichsweise glimpflich davonkam. Schutz boten die üblichen Ausweichadressen nicht: Gold verlor 1,5 %, Bitcoin 3,9 %.
Wochenbilanz
Was die Woche prägte
Neben der Eskalation am Golf kamen die Impulse dieser Woche aus Asien: aus den Konjunkturdaten Japans und Chinas und aus den Kapazitätsplänen der Chipfertigung.
Was die Woche prägte
Chart der Woche: Brent +8,7 %
Brent verteuerte sich in dieser Woche um 8,7 %. Den Auftakt machten am Montag die Angriffe in der Straße von Hormus, einen Tag später verstärkten Attacken der Huthi und eine angehobene Preisprognose von Goldman Sachs die Bewegung. Am Mittwoch überschritt die Nordseesorte erstmals seit Juli wieder die Marke von 100 Dollar und ging bei 104,61 USD aus der Woche. Seit Jahresbeginn steht damit ein Anstieg von 71,9 % zu Buche.
Chart der Woche: Brent +8,7 %
Sektoren im Blick
Vom teureren Öl profitierte allein die Energiebranche, die in Europa 2,6 % gewann und in den USA 1,7 %. Darüber hinaus hielten sich nur die amerikanische Technologie und Kommunikation sowie die europäischen Versorger knapp über der Nulllinie, alle mit Bewegungen von weniger als einem Prozentpunkt. Das untere Ende besetzte in beiden Regionen die Gesundheit, in Europa mit einem Abschlag von 5,5 %, in den USA mit 3,6 %; in Europa spannte sich das Tableau damit über acht Prozentpunkte. Auffällig ist, wie breit die Schwäche darüber hinaus verteilt war: Rohstoffe und Chemie, zyklischer wie nichtzyklischer Konsum und die Finanzwerte verloren diesseits und jenseits des Atlantiks in ähnlicher Größenordnung.
Sektoren im Blick
Aktien im Fokus: Deutschland
Am deutschen Markt fanden die großen Ausschläge fast ausschließlich im MDAX statt, wo 40 der 50 Werte im Minus schlossen. Den Ausschlag gaben dort Personalien mehr als Geschäftszahlen: flatexDEGIRO büßte 12,7 % ein, nachdem der Aufsichtsratschef überraschend zurückgetreten war; bei Puma, wo der Vertriebsvorstand geht und die Führung des Europageschäfts unbesetzt bleibt, waren es 9,0 %. Nach oben genügten Analystenstimmen für die größeren Sprünge — Nordex erzielte nach den Hochstufungen von BofA und Citi mit 7,1 % den größten Zuwachs am deutschen Markt, Bilfinger verlor nach der Abstufung durch Berenberg 7,8 %. Aixtron gewann 3,8 %, gestützt von der KI-getriebenen Nachfrage, die auch die UBS in ihren Prognosen höher ansetzt.
Aktien im Fokus: Deutschland
Aktien im Fokus: USA
Die Gewinner in den USA kamen aus der Hardware: Hewlett Packard Enterprise und Skyworks Solutions gewannen jeweils 19,4 %, dahinter reihten sich mit Ciena, HP und Coherent drei weitere Geräte- und Komponentenhersteller mit Zuwächsen zwischen 8 und 9 % ein. Ungleich größer fielen die Bewegungen nach unten aus. Cooper Companies verlor gut ein Fünftel seines Werts, nachdem der Umsatz die Erwartungen verfehlt hatte und BofA es auf Neutral zurückgestuft hatte, Casey's General Stores gab nach enttäuschendem Umsatzwachstum 18,6 % ab. Amgen kostete der Studienrückschlag von Novartis 13,7 % und erklärt einen Teil davon, warum die Gesundheit auch in den USA das Sektortableau beschloss. Im S&P 500 standen am Ende 123 Gewinnern 379 Verlierer gegenüber.
Aktien im Fokus: USA
Makro-Überraschungen der Woche
Die US-Kerninflation kam am Freitag mit 0,3 % im Monatsvergleich über der Prognose herein. Zugleich rechneten die von der Universität Michigan befragten Verbraucher für die kommenden zwölf Monate mit 4,6 % Teuerung; ihre Stimmung fiel deutlich schwächer aus als prognostiziert. Freundlicher lasen sich die Daten außerhalb der USA: Japans Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal stärker als erwartet. Auch der deutsche Handelsbilanzüberschuss lag im Juli klar über den Erwartungen.
Makro-Überraschungen der Woche
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.







