Day Zero - Heute kommt der Trump-Knall!
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Erwähnte Instrumente
- Dow Jones - WKN: 969420 - ISIN: US2605661048 - Kurs: 41.989,96 $ (NYSE)
Diese Maßnahme droht nicht nur zu Preissteigerungen zu führen, sondern könnte auch eine Reihe von Vergeltungsmaßnahmen nach sich ziehen.
Die Einzelheiten von Trumps Zollplänen, die unter dem Titel „Befreiungstag“ bekanntgemacht werden sollen, sind noch weitgehend geheim. Eine offizielle Verkündung im Rosengarten des Weißen Hauses ist für 16 Uhr Ortszeit (20 Uhr GMT) angesetzt. Die neuen Zölle sollen unmittelbar nach der Bekanntgabe in Kraft treten, so eine Sprecherin des Weißen Hauses. Unabhängig davon wird ein separater 25 %-Zoll auf Autoimporte bereits am 3. April wirksam.
Rückabwicklung der Globalisierung nimmt Fahrt auf
Trump hat in den letzten Wochen betont, dass seine geplanten Vergeltungszölle darauf abzielen, die im Vergleich zu anderen Ländern deutlich niedrigeren US-Zölle zu egalisieren und gleichzeitig nicht-tarifäre Handelsbarrieren zu bekämpfen, die US-Exporte behindern. Die genaue Ausgestaltung der neuen Zölle bleibt jedoch unklar, wobei verschiedene Medienberichte darauf hindeuten, dass ein universeller Zollsatz von 20 % in Erwägung gezogen wird.
Laut einem ehemaligen Handelsbeamten der Trump-Administration könnte es jedoch wahrscheinlicher sein, dass Trump spezifische Zölle auf einzelne Länder verhängt, wobei diese Sätze tendenziell niedriger ausfallen könnten als der allgemein diskutierte universelle Satz. Die Zahl der betroffenen Länder dürfte dabei wohl höher ausfallen als die ursprünglich genannte Zahl von rund 15, auf die sich die US-Regierung konzentrierte, da diese Staaten hohe Handelsüberschüsse mit den USA erzielen.
In der bisherigen Amtszeit von Trump wurden bereits zahlreiche erhebliche Zölle eingeführt: 20 % auf alle Importe aus China aufgrund von illegaler Einfuhr von Fentanyl und 25 % auf Stahl und Aluminium, was auf Produkte im Wert von nahezu 150 Milliarden US-Dollar Anwendung findet. Ein einmonatiger Aufschub für kanadische und mexikanische Waren im Zusammenhang mit den Fentanyl-Zöllen endet ebenfalls am Mittwoch.
Die Einführung dieser Zölle könnte zu einer „Zollstapelung“ führen. Ein in Mexiko produziertes Auto, das zuvor mit 2,5 % Einfuhrzoll belastet wurde, würde nun zusätzlich den Fentanyl-Zoll und die 25%-Zölle auf Autos tragen, sodass der gesamte Zollsatz auf 52,5 % ansteigt – zuzüglich möglicher weiterer Vergeltungszölle auf mexikanische Waren, rechnet beispielsweise Reuters vor. Ein Wahnsinn!
Diese zunehmende Unsicherheit hat das Vertrauen von Investoren, Verbrauchern und Unternehmen zuletzt erheblich beeinträchtigt. Laut einer Umfrage der Federal Reserve Bank of Atlanta erwarten die CEOs von Unternehmen, dass die Zölle die Preise in diesem Jahr ansteigen lassen und gleichzeitig das Wirtschaftswachstum bremsen sowie die Beschäftigung hemmen könnten.
Internationale Handelspartner, darunter die Europäische Union, Kanada und Mexiko, haben bereits Vergeltungsmaßnahmen angekündigt, während einige von auch versuchen, mit der US-Regierung zu verhandeln. Israel strich heute Nacht alle Zölle auf US-Waren und gab damit Trump nach.
Fazit: Am Ende haben die Zölle die einzelnen Haushalte in den USA und weltweit zu tragen. Zölle wirken wie eine zusätzliche Steuer. Somit stehen Verbrauchern düstere Zeiten ins Haus, bis sich neue Handelspartner finden oder Lieferketten neu aufgestellt worden sind. Man darf gespannt sein, wie Trump noch eine Rezession in den USA verhindern will.

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Heute beginnt das Zeitalter der Trumponomics. Die Zölle werden viele Güterpreise erhöhen, die Steuererleichterungen (wenn sie denn kommen) werden die verlorene Kaufkraft teilweise kompensieren. Mal sehen wie's ausgeht? Hört sich nach Nullsummenspiel für die USA als ganzes an!
"Zölle wirken wie eine zusätzliche Steuer". Das ist das Entscheidende, denn genau das ist beabsichtigt. Trump legt die Finanzierung des Staats (Steuern) komplett auf den Verbraucher um und will Spitzenverdiener und Unternehmen (steuerlich) nahezu vollständig entlasten. It works as designed.
Nicht bedacht oder gesehen wird, dass das (langfristig) der Todesstoß für eine konsumbasierte Wirtschaft ist.