DAX® - Zwei Gaps als Signalmarken
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Zwei Gaps als Signalmarken
Der DAX® wagte sich gestern an die 25.000er-Marke heran, konnte dieses Niveau dann aber nicht halten. Aktuell spielen die beiden „Hammer“-Umkehrmuster eine Schlüsselrolle, zumal die deutschen Standardwerte das äquivalente Kerzenmuster auch im Wochenbereich ausgebildet haben. Die obere Begrenzung des wöchentlichen Kerzenmusters befindet sich bei 25.070 Punkten und fällt perfekt mit der Kurslücke vom 19. Januar (25.071/25.199 Punkten) zusammen. Vor diesem Hintergrund wäre ein Sprung über diese Hürde ein echtes Ausrufezeichen und würde den Weg bis zum bisherigen Allzeithoch bei 25.508 Punkten ebnen. Auf der Unterseite gilt es dagegen, ein weiteres Gap (24.773 zu 24.657 Punkte) unbedingt zu verteidigen. Die Bedeutung der zuletzt angeführten Kurslücke wird zusätzlich durch die alten, und lehrbuchmäßig zurückgetesteten, Ausbruchsmarken bei 24.700/24.600 Punkten bestätigt. Deshalb gilt es, diese Bastion unbedingt zu verteidigen. Per Saldo haben wir damit die für Anlegerinnen und Anleger kurzfristig entscheidenden Leitplanken definiert. Unter die Arme greift dem möglicherweise der Ausbruch beim Nasdaq-100® (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 26. Januar) sowie das neue Allzeithoch beim Nasdaq-100® equalweight.
DAX® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Ebenfalls auf Allzeithoch
Unter dem Motto „kleiner Boden, großer Boden“ hatten wir im vergangenen Jahr mehrfach die langfristige, strategische Trendwende beim Platinpreis diskutiert. Die Schlüsselrolle spielte dabei das Hoch vom Februar 2021 bei 1.337 USD, welches gleichzeitig die Nackenlinie der ganz großen, unteren Umkehr definiert. Zunächst hatte das Edelmetall einige Monate mit dieser Signalmarke gerungen, ehe es im Herbst 2025 endgültig zum Lüften dieses Deckels kam. Seither kennt der Platinpreis kein Halten mehr – die Edelmetallrally ist also nicht nur auf Gold und Silber beschränkt, sondern unter dem Strich sehr viel breiter. Lohn der Mühen ist nun der Spurt über das alte Rekordlevel aus dem Jahr 2008 bei 2.240 USD und ein neues Allzeithoch (2.919 USD). Der Vorstoß in „uncharted territory“ unterstreicht den absolut intakten Aufwärtstrend. Da aber auch hier diverse Indikatoren heißgelaufen sind, gewinnt ein aktives Money Management mehr und mehr an Bedeutung. Das o. g. ehemalige Rekordhoch bei 2.240 USD ist dabei als nachgezogener Stop-Loss zur Gewinnsicherung prädestiniert.
Platin (Monthly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Platin
Quelle: LSEG, tradesignal²
"major breakout"?
In den letzten Monaten pendelte die europäische Einheitswährung im Vergleich zum US-Dollar zwischen 1,14 USD und 1,19 USD seitwärts. Nach der vorangegangenen Rally nutzte der Euro die Zeit, um neue Kraft zu sammeln. So geht der Blick derzeit wieder Richtung Norden, wo das Mehrjahreshoch bei 1,1918 USD zusammen mit der 200-Monats-Linie (akt. bei 1,1949 USD) eine wichtige Widerstandszone markiert (siehe Chart). Gelingt ein nachhaltiger Sprung über diese Hürden, dürfte das Währungspaar nach der Seitwärtsphase der letzten Monate wieder einen Gang höher schalten. Das Kursziel aus der im vergangenen Jahr komplettierten Bodenbildung lässt sich dabei auf 1,23 USD veranschlagen und harmoniert somit bestens mit den Hochpunkten aus den Jahren 2020 und 2021. Interessant ist in diesem Kontext auch ein Blick auf den USD-Index. Spiegelbildlich steht bei dem Währungskorb ein ganz wichtiger „support“ zur Disposition, sodass der USD-Index möglicherweise eine wichtige charttechnische Bestätigung liefert. Die 200-Tage-Linie (akt. bei 1,1605 USD) bildet beim Währungspaar EUR/USD indes eine markante Unterstützung und kann zukünftig als Absicherungslevel auf der Unterseite herangezogen werden.
EUR/USD (Monthly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart EUR/USD
Quelle: LSEG, tradesignal²
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Autor: Jörg Scherer






