Kommentar
08:38 Uhr, 31.07.2024

DAX zurück auf Erholungskurs – Microsoft enttäuscht, AMD stimmt zuversichtlich

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  • DAX
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Die Zahlen von Microsoft haben die Sorgen der Anleger genährt, dass die KI-getriebene Rally in der Tat zu weit gelaufen sein könnte. Sechs Prozent verlor die Aktie nachbörslich. Es ist eingetreten, was vorsichtige Anleger befürchtet hatten. Microsoft muss immer mehr Geld in die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz stecken, ohne dass dies unmittelbar mehr Wachstum oder höhere Margen bedeuten wird. Konkret wurde im abgelaufenen Quartal mehr ins Cloud-Geschäft investiert. Ausgerechnet dieser Bereich aber wuchs weniger stark als erwartet. Außerdem signalisierte Microsoft, dass die Investitionen in KI weiter steigen. Zwar sieht das Unternehmen langfristig die Vorteile, kurzfristig kommen diese aber zu einem hohen Preis.

Da ging es schon fast unter, dass die seit Mitte Juli bereits um 28 Prozent gefallene AMD-Aktie nach einem robusten Geschäftsausblick nachbörslich wieder gut elf Prozent zulegen konnte. Der Nvidia-Konkurrent ist gut aufgestellt und verzeichnet eine hohe Nachfrage nach seinem neuen KI-Chip MI300X. Nvidia bleibt hier aber der Platzhirsch. Auch wenn die Quartalszahlen von AMD die Anleger wieder zuversichtlicher stimmten, bleibt offen, ob AMD langfristig gegen die wachsende Konkurrenz im KI-Chip-Sektor bestehen kann. Wie hoch der Wettbewerb ist, zeigt eine andere Nachricht: Intel will tausende Stellen abbauen. Hier geht es genau um das Thema, mit dem sich die Anleger gerade besonders beschäftigen: Die Verringerung von Kosten.

Die US-Notenbank Fed sollte heute besser konkrete Hinweise auf eine Senkung der Leitzinsen im September geben, sonst könnte es am Aktienmarkt richtig ungemütlich werden. Samt gestrigem Rückgang notiert der Nasdaq 100 jetzt neun Prozent im Minus und damit nur einen Prozentpunkt von dem Bereich entfernt, der per Definition eine Korrektur markiert.

Der Deutsche Aktienindex präsentiert sich heute Morgen freundlich. Hierzulande wäre schon ein kleiner Hinweis auf eine steigende Bereitschaft der Fed zur geldpolitischen Lockerung ein Zugewinn. Das würde die Chance erhöhen, dass die EZB im September erneut an der Zinsschraube dreht. Deutschlands Wirtschaft schrumpft und das unterstreicht, was viele ohnehin hinter vorgehaltener Hand sagen: Dass die einzige bislang erfolgte Zinssenkung der EZB noch viel zu wenig war, um einen wirklichen Effekt zu erzielen. Der MDAX liegt seit Jahresbeginn neun Prozent im Minus, der DAX zehn Prozent im Plus. Gerade auf die Nebenwerte wirken sich die hohen Zinsen negativ aus. Die Wirtschaft erhofft sich zeitnah einen Befreiungsschlag durch klare Signale der EZB über weitere kommende Zinssenkungen.

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Über den Experten

Jochen Stanzl
Jochen Stanzl
Chefmarktanalyst CMC Markets

Jochen Stanzl begann seine Karriere in der Finanzdienstleistungsbranche als Mitbegründer der BörseGo AG (jetzt stock3 AG), wo er 18 Jahre lang mit den Marken GodmodeTrader sowie Guidants arbeitete und Marktkommentare und Finanzanalysen erstellte.

Er kam im Jahr 2015 nach Frankfurt zu CMC Markets Deutschland, um seine langjährige Erfahrung einzubringen, mit deren Hilfe er die Finanzmärkte analysiert und aufschlussreiche Stellungnahmen für Medien wie auch für Kunden verfasst. Er ist zu Gast bei TV-Sendern wie Welt, Tagesschau oder n-tv, wird zitiert von Reuters, Handelsblatt oder DPA und sendet seine Einschätzungen über Livestreams auf CMC TV.

Jochen Stanzl verfolgt einen kombinierten Ansatz, der technische und fundamentale Analysen einbezieht. Dabei steht das 123-Muster, Kerzencharts und das Preisverhalten an wichtigen, neuralgischen Punkten im Vordergrund. Jochen Stanzl ist Certified Financial Technician” (CFTe) beim Internationalen Verband der technischen Analysten IFTA.

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