DAX® - Warten auf den Ausbruch
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Warten auf den Ausbruch
Der DAX® erlebte gestern einen ruhigen Wochenauftakt. Bei einer unterdurchschnittlichen Schwankungsbreite von lediglich 100 Punkten ergab sich im Vergleich zum vergangenen Freitag zudem ein nur wenig veränderter Schlusskurs (15.761 vs. 15.745 Punkte). Beide Phänomene unterstreichen nochmals die seitliche Schiebezone der letzten Monate. Unter dem Strich schlagen sich die deutschen Standardwerte in der saisonal herausfordernden Sommerperiode (bisher) mehr als wacker. Als charttechnisch entscheidender „Deckel“ hat das Aktienbarometer inzwischen die Marke von gut 15.800 Punkten etabliert, denn auf diesem Level hat die Marktteilnehmer zuletzt dreimal der Mut verlassen. Vor diesem Hintergrund dürfte ein nachhaltiger Spurt über die Hochs bei 15.803/15.811/15.808 Punkten nochmals ein neues Aufwärtsmomentum entfachen. Das Ende der „stabilen Seitenlage“ der letzten Monate dürfte im Erfolgsfall einen erneuten Wechsel der „big figure“ nach sich ziehen. Auf der Unterseite sollten Anleger dagegen das alte Rekordhoch von Mitte April bei 15.502 Punkten im Auge haben. Ein Bruch dieser Rückzugsmarke würde die Wahrscheinlichkeit eines vierten Scheiterns an den o. g. Schlüsselbarrieren zementieren.
DAX® (Daily)
Quelle: Refinitiv, tradesignal²
5-Jahreschart DAX®
Quelle: Refinitiv, tradesignal²
„flash crash“ …
Nachdem der Goldpreis seit Wochen seitwärts pendelte, setzte am vergangenen Freitag bereits eine deutliche Edelmetall-Schwäche ein. Diese fand zu Wochenbeginn eine nahtlose Fortsetzung, denn eine Hoch-Tief-Spanne von 80 USD ist alles andere als alltäglich. Vielmehr erinnert eine derart hohe Tagesschwankungsbreite an einen kleinen „flash crash“. Charttechnisch geht das Tagestief bei 1.684 USD mit dem Test einer markanten Kreuzunterstützung einher. Gemeint ist die Kombination aus den bisherigen Jahrestiefs vom März bei 1.678/1.676 USD, einem Fibonacci-Cluster aus zwei unterschiedlichen Retracements (1.688/1.680 USD) sowie dem im Sommer 2018 etablierten Aufwärtstrend (akt. bei 1.689 USD). Auf dieser Basis hat der Goldpreis gestern eine deutliche Reaktion auf das Börsenparkett gelegt, so dass im Tagesbereich ein nicht ganz idealtypischer „Hammer“ entsteht (siehe Chart). Das Hoch dieses möglichen Candlestickumkehrmusters bei 1.764 USD harmoniert bestens mit den verschiedenen Hoch- und Tiefpunkten der letzten 16 Monate bei rund 1.760 USD sowie einem weiteren Fibonacci-Level bei 1.761 USD. Hier entsteht also eine wichtige Kumulationszone mit Signalfunktion (Fortsetzung siehe unten).
Gold (Daily)
Quelle: Refinitiv, tradesignal²
5-Jahreschart Gold
Quelle: Refinitiv, tradesignal²
… mit Hoffnungsschimmer
Mit anderen Worten: Gelingt dem Goldpreis ein Spurt über die Schlüsselmarke bei 1.764 USD ist nicht nur der beschriebene „Hammer“ nach oben aufgelöst, sondern dann wären auch die anderen Hürden aus dem Spiel. Lohn der Mühen ist eine wahrscheinliche Erholung in Richtung der Glättungslinien der letzten 50 bzw. 200 Tage (akt. bei 1.812/1.816 USD). Im Zusammenspiel mit der alten Abwärtstrendlinie seit August 2020 (akt. bei 1.808 USD) bzw. den Hochs von 2011 und 2012 bei 1.800 USD entsteht auf diesem Niveau das nächste massive Widerstandsbündel. Ein Bruch dieser Barrieren erhöht die Chancen auf Ausprägung eines Doppelbodens, der allerdings erst bei einem Spurt über das Juni-Hoch bei 1.916 USD – verstärkt durch das alte Rekordlevel vom September 2011 bei 1.920 USD – abgeschlossen wäre. Für einen Hoffnungsschimmer sorgen aktuell die saisonalen Rahmenbedingungen. Während der Goldpreis in der 2. Jahreshälfte regelmäßig zur Stärke neigt, sorgt das typische Verlaufsmuster des US-Wahljahres ab Mitte August für zusätzlichen Rückenwind bis zum Jahresultimo. Um die zyklische Steilvorlage nicht leichtfertig zu verspielen und damit die gestrige Erholung im Keim zu ersticken, gilt es die o. g. Kreuzunterstützung bei 1.680 USD nicht mehr zu unterschreiten.
Gold (Daily)
Quelle: Refinitiv, tradesignal²
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Autor: Jörg Scherer