DAX® - Temporäre Korrekturbewegung
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Temporäre Korrekturbewegung
In den letzten Tagen hatte der DAX® immer wieder die Marke von 26.500 Punkten angepeilt. Nachhaltig überwinden konnte das Aktienbarometer dieses Level nicht. Deshalb haben die deutschen Standardwerte auf diesem Niveau eine wichtige Widerstandszone etabliert. Diese Einschätzung unterstreicht nicht zuletzt die gestrige Abwärtskurslücke (26.339 zu 26.293 Punkte). Solche Gaps, die offen bleiben, interpretieren wir prozyklisch. D. h. in diesem Fall signalisiert die Kurslücke weiteren Konsolidierungsbedarf. Der DAX® läuft also (zunächst) Gefahr, sein Allzeithoch bei 26.574 Punkten aus den Augen zu verlieren. Diese Einschätzung gilt umso mehr, da äquivalente Abwärtskurslücken auch beim S&P 500® und beim Nasdaq-100® zu Buche stehen. In der Konsequenz betonen wir kurzfristig beim DAX® eher die Haltemarken auf der Unterseite. Eine erste Unterstützung markiert das Level von 25.900 Punkten, ehe die deutlich wichtigere Bastion in Form der großen Ausbruchszone des Jahres 2026 bei rund 25.500 Punkten wieder in den Mittelpunkt rückt.
DAX® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Kippt der Aufwärtstrend?
Die E.ON-Aktie erlebte in den letzten Jahren einen bemerkenswert stabilen Aufwärtstrend. Doch technisch ist das Papier nun an einem Punkt, an dem “einiges auf dem Spiel” steht – sprich der zugrundeliegende Trend könnte kippen. Die Kernunterstützung im Bereich von 17,50 EUR spielt dabei die entscheidende Rolle. Schließlich würde ein nachhaltiger Rutsch unter dieses Level eine Trendwende in Form eines klassischen Doppeltops vervollständigen (siehe Chart). Aus der Höhe der Formation ergibt sich rechnerisch ein Abschlagspotenzial von gut 2,50 EUR – die Aktie könnte also spürbar “Luft nach unten” bekommen, wenn die beschriebene Unterstützung fällt. Auch diverse Indikatoren betonen aktuell die Risiken: Zum Beispiel ist der MACD an seiner Signallinie gescheitert und nimmt wieder Fahrt nach unten auf. Das ist oftmals ein Zeichen dafür, dass noch ein weiterer Kursschub nach unten folgt. Gleichzeitig mahnt unser neues RSL-Modell auf Basis der vier Preisinformationen (open, high, low, close) zur Vorsicht. Um die bestehenden Gefahren zu bannen, müsste die Aktie dagegen die 38-Wochen-Linie (akt. bei 18,12 EUR) schnellstmöglich zurückerobern.
E.ON (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart E.ON
Quelle: LSEG, tradesignal²
Diese Kerzenkonstellation sollten Sie kennen
Ende Juni ist die Infineon-Aktie in eine deutliche Korrekturbewegung übergegangen. Aufgrund der vorangegangenen und überaus dynamischen Kursrally handelt es sich durchaus um ein nachvollziehbares Verhaltensmuster: Letztlich ist der Technologietitel am alten Allzeithoch aus dem Jahr 2000 (83,45 EUR) gescheitert bzw. der Ausflug über dieses Level war nur von temporärer Natur. Doch nachdem das Papier 61,8 % der Aufwärtsbewegung seit März korrigiert hat, lohnt sich ein intensiver Blick auf den Titel. Spannend ist dabei vor allem die jüngste Kerzenstruktur: Es haben sich gleich zwei „Hammer“-Umkehrmuster ausgebildet. Gleichzeitig verbleiben die Schwankungsbreiten der letzten beiden Wochen innerhalb der Kerze von Ende Juli, sodass zwei Innenstäbe entstehen. Per Saldo signalisiert diese Konstellation einen nachlassenden Abgabedruck. Für mehr müsste allerdings die Schlüsselzone bei 65/66 EUR überwunden werden. Dann wären sowohl die beiden „inside candles“ als auch die beiden „Hammer“ nach oben aufgelöst (siehe Chart). Als Stop-Loss ist dagegen das jüngste Verlaufstief bei 54,06 EUR prädestiniert. Unter dem Strich gilt: Es entstehen neue Chancen – doch bestätigt werden sie erst mit dem Ausbruch.
Infineon Technologies (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Infineon Technologies
Quelle: LSEG, tradesignal²
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