DAX® - Stabilisierung ja – Entwarnung nein
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Stabilisierung ja – Entwarnung nein
Der DAX® hat gestern einen idealtypischen „doji“ ausgebildet. Ein Schlusskurs (15.365 Punkte) nahezu auf dem Niveau des Eröffnungskurses (15.357 Punkte) ist zunächst mal ein gutes Zeichen, denn damit blieben unmittelbare Anschlussverkäufe nach der schwachen Vortageskerze aus. Da der beschriebene „doji“ zudem innerhalb der Hoch-Tief-Spanne vom Dienstag verblieb, entsteht mit einem sog. „harami“-Muster ein erstes Stabilisierungsindiz. Allerdings bildet das jüngste Abwärtsgap (15.552 zu 15.542 Punkte) – trotz der vermutlich freundlichen Eröffnung – weiterhin einen markanten Widerstand. Ohne ein Schließen der o. g. Kurslücke bleibt das Chartbild angeschlagen, zumal der Nasdaq100® gestern ein neues Verlaufstief hinnehmen musste. Auf der Unterseite würde hierzulande ein Rutsch unter die Marke von 15.300 Punkten das o. g. „harami“-Muster „bearish“ auflösen. Dann rückt der strategische Rückzugsbereich aus den jüngsten beiden Verlaufstiefs bei 15.049/15.019 Punkten sowie der 200-Tages-Linie (akt. bei 14.988 Punkten) schnell wieder auf die Agenda. Die beschriebene Bastion ist wirklich von elementarer Bedeutung für die deutschen Standardwerte, denn bei deren Bruch entsteht auch aus Sicht des Point & Figure-Charts ein neues Ausstiegssignal.
DAX® (Daily)
Quelle: Refinitiv, tradesignal²
5-Jahreschart DAX®
Quelle: Refinitiv, tradesignal²
Indikatoren signalisieren weiteren Korrekturbedarf
Anfang September erreichte der S&P 500® mit 4.546 Punkten nicht nur ein neues Allzeithoch, sondern lotete damit auch fast die obere Begrenzung des 2010 etablierten Aufwärtstrendkanals (akt. bei 4.629 Punkten) aus. Als „i-Tüpfelchen“ haben die amerikanischen Standardwerte das Kursziel aus der „V-Umkehr“ von 2020 nahezu ausgeschöpft. Die Konsolidierung der letzten Wochen tritt also im Bereich charttechnisch bedeutender Marken auf. Und sie hinterlässt Spuren bei den quantitativen Indikatoren: So liegt im Verlauf des MACD inzwischen nicht nur ein Ausstiegssignal, sondern auch eine Topbildung vor. Gleichzeitig ist der Abstand zwischen der aktuellen Kursnotiz und der 200-Wochen-Linie (akt. bei 3.193 Punkten) weiterhin historisch groß. Da auf Monatsbasis zudem die Ausprägung eines „bearish engulfing“ – bei einem Monatsschlusskurs unterhalb der Marke von 4.407 Punkten ist das Muster Realität – droht, besteht beim S&P 500® weiterer Korrekturbedarf. Die Haltezone aus diversen Hoch- und Tiefpunkten, einem Fibonacci-Cluster (4.201/4.136 Punkte) sowie der Glättungslinie der letzten 38 Wochen (akt. bei 4.181 Punkten) definiert dabei einen markanten Rückzugsbereich.
S&P 500® (Weekly)
Quelle: Refinitiv, tradesignal²
5-Jahreschart S&P 500®
Quelle: Refinitiv, tradesignal²
Gratwanderung mit Absturzgefahr
Das Allzeithoch der Varta-Aktie (181,30 EUR) stammt von Ende Januar. Mitte August hat der Titel zwar nochmals ein „Echo-Hoch“ bei 165,90 EUR ausgebildet, aber eben das Rekordlevel vom Jahresauftakt nicht mehr erreicht. Ein Rekordhoch – gefolgt von einem tieferen Hochpunkt – lässt bei Anlegern sicher die ein oder andere Warnlampe angehen. Charttechnisch könnte sich die Kursentwicklung der letzten Jahre als Schulter-Kopf-Schulter-Formation erweisen (siehe Chart). Deshalb gilt es ein Abgleiten unter die steigende Nackenlinie (akt. bei 112,62 EUR) unbedingt zu verhindern. Interessanterweise verläuft hier zudem das untere Bollinger Band (akt. bei 113,21 EUR), wodurch die Tragweite des Abschlusses einer oberen Umkehr zusätzlich untermauert wird. Die quantitativen Indikatoren (z. B. MACD und RSL) mahnen ebenfalls zur Vorsicht. Der Druck auf die diskutierte Schlüsselzone dürfte also hoch bleiben. Bei einer negativen Weichenstellung müssen Anleger mit wieder zweistelligen Kursnotierungen rechnen. Um das Chartbild zu stabilisieren, ist indes eine Rückeroberung des Hochs vom Dezember 2019 (128,00 EUR) bzw. der 38-Wochen-Linie (akt. bei 129,64 EUR) notwendig.
VARTA AG (Weekly)
Quelle: Refinitiv, tradesignal²
5-Jahreschart VARTA AG
Quelle: Refinitiv, tradesignal²
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Autor: Jörg Scherer