DAX® - Durchwachsener Wochenauftakt
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Durchwachsener Wochenauftakt
Aus dem höchsten Wochenschlusskurs der Historie hat der DAX® zu Wochenbeginn nicht unmittelbar Kapital schlagen können. Im Gegenteil: Die deutschen Standardwerte drohen das Allzeithoch aus der letzten Woche (26.574 Punkte) etwas aus den Augen zu verlieren. Charttechnisch ist besonders auffällig, dass das Aktienbarometer in den letzten Tagen immer wieder an der Marke von 26.500 Punkten gescheitert ist. Auf diesem Niveau hat sich also kurzfristig eine Barriere der hartnäckigeren Art etabliert. Für eine Verschnaufpause sprechen noch zwei weitere Argumente: Zum einen steht aus Sicht der Candlestickanalyse ein sog. „bearish engulfing“ zu Buche, zum anderen hat der RSI gerade seinen oberen Extrembereich nach unten verlassen. Beim S&P 500® fällt indes die geringere Schwankungsbreite der letzten Handelstage ins Auge. Zum Teil lagen bei den amerikanischen Standardwerten nur 30 Punkte zwischen Tageshoch und -tief. In der Vergangenheit war das oftmals der ideale Nährboden für den nächsten Vola-Implus. Unterstützungen bestehen beim DAX® bei 25.900 Punkten sowie in Form der großen Ausbruchszone des Jahres 2026 bei rund 25.500 Punkten.
DAX® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Kurs Rekordhoch?
Nach einer deutlichen Korrektur hat sich der Goldpreis zuletzt im Bereich der 4.000er-Marke stabilisiert. Diese Bodenbildung führt auch zu einer Reihe von spannenden Kursentwicklungen auf Einzeltitelebene. Bei der Newmont-Aktie vollzog sich die Korrektur beispielsweise vollständig oberhalb der alten Ausbruchsmarke von 86 USD – aus charttechnischer Sicht zudem in Form eines sog. Keilmusters. Der Spurt über den Korrekturtrend seit März (akt. bei 107,70 USD) schließt diese trendbestätigende Formation nun ab. Der Ausbruch wird dabei von einem neuen MACD-Kaufsignal sowie vom Bruch des Abwärtstrends im Verlauf der Relativen Stärke (Levy) begleitet. Letztere liegt sogar wieder deutlich über dem Schwellenwert von 1, was das Risiko eines Fehlausbruchs auf der Oberseite reduziert. Perspektivisch lässt die beschriebene Keilformation auf neue Hochstände jenseits der bisherigen Rekordniveaus von 131,98/134,88 USD hoffen. Die Rally bei den Goldminentiteln dürfte also wieder Fahrt aufnehmen. Als Stop-Loss ist dabei der o. g. Korrekturtrend prädestiniert, der gleichzeitig als obere Keilbegrenzung fungiert.
Newmont (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Newmont
Quelle: LSEG, tradesignal²
Indikatoren mit Vorlauffunktion?
Indikatorformationen treten häufig mit einem zeitlichen Vorlauf im Vergleich zu den entsprechenden Weichenstellungen im eigentlichen Kursverlauf auf. Als perfektes Beispiel für diese These kann derzeit die Spotify-Aktie angesehen werden. Nicht nur der im Verlauf der Relativen Stärke nach Levy vorliegende Abwärtstrend ist Geschichte, sondern inzwischen liegt bei dem Trendfolger auch eine Bodenbildung vor. In diesem Zusammenhang ist das charttechnische Lebenszeichen der vergangenen Woche besonders bemerkenswert. Schließlich gelang die Rückeroberung der 38-Wochen-Linie sowie der Spurt über den Abwärtstrend seit Jahresbeginn (akt. bei 500,77/495,98 USD; siehe Chart). Dank dieser beiden Weichenstellungen gewinnt die übergeordnete Bodenbildung deutlich an Konturen. Dazu trägt auch der trendfolgende MACD bei, der mittlerweile wieder freundlich zu interpretieren ist. Rein rechnerisch ergibt sich jetzt ein Anschlusspotenzial von 130 USD. Damit erscheint perspektivisch ein Spurt über die Marke von 571 USD realistisch, der dann wiederum einen großen Doppelboden vervollständigen würde. Als engmaschiger Stop-Loss ist dagegen das Augusttief bei 462 USD prädestiniert.
Spotify (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Spotify
Quelle: LSEG, tradesignal²
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