Analyse
20:26 Uhr, 20.03.2026

DAX - Die "Hormuzblockade" drückt die Kurse!

Derzeit ist der Irankrieg und die Blockade der Straße von Hormuz das entscheidende Thema, das auf die Märkte einwirkt ...

Erwähnte Instrumente

  • ISIN: DE0008469008Kopiert
    Kursstand: 22.380,19 Pkt (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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Man merkt das einfach, dieses Thema "Hormuzblockade" schlägt direkt auf den breiten Aktienmarkt durch. Weltweit. USA wollen die Blockade möglichst schnell aufeisen, der Iran sie möglichst zäh beibehalten. Und derzeit setzt sich der Iran noch durch. Nachrichten genau im Blick behalten, Leute! Viele Bestandteile iranischer Drohnen und Raketen stammen aus China. Diese Waffen nutzen neben GPS zudem das russische GLONASS- und das chinesische Beidou-System, um in ihre Ziele gelenkt zu werden. Russland versorgt den Iran mit Zieldaten, Satellitenbildern. Die Russen versuchen bereits den USA Zugeständnisse in Bezug auf die Ukraine abzuringen. Im Gegenzug könne man die Versorgung des Irans mit Zieldaten zurückfahren. Ich bin kein Geostratege, aber ich vermute, dass ab einem bestimmten Punkt Russland/China und die USA beginnen, miteinander zu verhandeln ...

Die USA haben einen gewissen Vorteil gegenüber Europa und Asien, sie sind in Bezug auf Öl und Erdgas seit geraumer Zeit Selbstversorger. Sie exportieren sogar. Europa und Asien sind auf Energierohstoff-Importe angewiesen. Solange die faktische Blockade noch funktioniert, drückt das auf die Kurse. Bei derzeit 21.983 Punkten liegt der EMA100 (grün) als Auffangnetz im Markt. Ein potentieller Wendebereich nach oben. Seit dem Jahr 2023 konnten Korrekturen im Bereich dieser gleitenden Durchschnittslinie beendet werden und der DAX konnte wieder ansteigen.

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Wenn das Irankrieg-Thema die Märkte aber weiter unter Druck setzt, muss auch mit einem temporären Bruch dieses grünen Auffangnetzes kalkuliert werden. Der EMA200 auf Wochenbasis (rot) liegt bei derzeit 19.641 Punkten als nächstes Auffangnetz im Markt.

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Wichtiger Hinweis:

Warum Geopolitik-Crashs in Boomphasen gute Kaufmöglichkeiten bieten

Unter LANGFRISTIGEN Gesichtspunkten bieten Crashphasen aufgrund geopolitischer Eskalationen bei einem NICHT rezessivem Umfeld (also wie derzeit) IMMER günstige Kaufgelegenheiten im Aktienmarkt ... in den allermeisten Fällen stand der Aktienmarkt nach eine Jahr bereits wieder höher.

Aus dem Research der Deutschen Bank:

Aktienmarkt-Dynamik (S&P 500)

Die extremsten Kursverluste traten im Zweiten Weltkrieg auf, etwa beim Angriff auf Frankreich (-38,3%) oder Pearl Harbor (-19,8%). Auch der Erste Golfkrieg (-16,9%) und 9/11 (-11,6%) lösten starke Kursrückgänge aus. Dennoch zeigt der historische Durchschnitt nach 12 Monaten ein Plus von 6,4%. Auffällig ist, dass Ereignisse in Rezessionsphasen (fett markiert, z.B. Öl-Embargo 1973 oder 9/11) wesentlich tiefere und länger anhaltende negative Renditen verursachen als Konflikte in wirtschaftlich stabilen Zeiten. Während die Kubakrise nach einem Jahr bei +26.9% stand, lag der Markt ein Jahr nach dem Öl-Embargo 1973 bei -35,1%.

Ölmarkt-Reaktionen

Die Ölpreise reagieren weitaus volatiler und ereignisabhängiger. Massive Preissprünge folgten dem Israel-Arab-Krieg 1973 (+193,4% nach 12 Monaten) und der Flucht des Schahs aus dem Iran 1979 (+131,5%). Der russische Einmarsch in die Ukraine 2022 führte kurzfristig zu einem Anstieg von 26,1% im ersten Monat, drehte aber nach einem Jahr ins Negative (-18,3%). In vielen Fällen, wie beim Kosovo-Krieg (+77,6%) oder dem Arabischen Frühling (+13,9%), wirkt Geopolitik als Preistreiber für Rohstoffe, während Interventionen in Syrien oder Angriffe auf den Iran 2025 mit sinkenden Ölpreisen korrelierten.

Geopolitische Schocks sind für Anleger meist eher kurzfristige Störfaktoren. Die langfristige Marktrichtung wird stärker vom wirtschaftlichen Zyklus (Rezession vs. Wachstum) bestimmt als vom Ereignis selbst. Während Öl oft als Risikoindikator sofort nach oben schnellt, normalisieren sich die Aktienmärkte meist binnen eines Jahres, sofern keine globale Rezession vorliegt.

Unter LANGFRISTIGEN Gesichtspunkten bieten Crashphasen aufgrund geopolitischer Eskalationen bei einem NICHT rezessivem Umfeld (also wie derzeit) IMMER günstige Kaufgelegenheiten im Aktienmarkt ... in den allermeisten Fällen stand der Aktienmarkt nach eine Jahr bereits wieder höher.

WICHTIG: Diesen Kommentar bitte nicht falsch interpretieren. Ich deute damit nicht an, dass wir jetzt den Boden an den Märkten sehen. Bodenbildung ? Trump würde sagen: Das kann sein, es kann aber auch nicht sein.

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    Ich frage mich immer, angenommen die Strasse von Hormus waere passierbar, wie gross wird die Zerstoerung auf den Oelfeldern und Haefen sein und wann koennte wieder geliefert werden.
    Ein weiteres Problem ist Duenger. Wenn der nicht bald ausgebracht wird, dann gibt es Probleme bei den Agrar Rohstoffen. D.h. Inflation
    Dazu kommt, bekaemen die Frachter ausreichend Versicherungsschutz, damit sie wieder die Strasse von Hormus befahren koennen.

    Geostrategisch wird die Frage sein, ob die USA einen Grund finden, um die Strasse von Malacca schliessen koennen. Mit Risiken fuer Singapore und Malaysien. Dies wuerde China weiter treffen.

    Alles waere nicht gut fuer Aktien und braechte Inflation mit allen Konsequenzen

    20:53 Uhr, 20.03.