DAX® - Bremsspuren in allen Zeitebenen
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Bremsspuren in allen Zeitebenen
Zum Wochenende hatte der DAX® mit weiteren Kursabschlägen zu kämpfen. Damit ist zum einen die Erholung vom Wochenbeginn fast wieder vollständig verpufft und zum anderen sind die deutschen Standardwerte wieder in Richtung des bisherigen Verlaufstiefs bei 21.864 Punkten unterwegs. Auf Wochenbasis schlägt sich die beschriebene Entwicklung in einer Kerze mit markantem Docht nieder. Gleichzeitig notiert der DAX® unterhalb des unteren Bollinger Bandes (akt. bei 22.437 Punkten). Letzteres unterstreicht nochmals die derzeitigen Abwärtsgefahren, zumal die Begrenzungen des Volatilitätsindikators weiter auseinanderlaufen. Der zugrundeliegende Baissetrend nimmt also noch weiter Fahrt auf. Mit Blick auf den nahenden Monatsultimo greifen wir nochmals einen Aspekt auf, den wir bereits des Öfteren diskutiert hatten. Im Monatsbereich generiert der trendfolgende MACD gerade auf historisch hohem Niveau ein neues Ausstiegssignal. Für die 40 Einzelwerte aus dem DAX® haben wir den Trendfolger ebenfalls analysiert. Bei 27 von 40 „blue chips“ mahnt der Indikator derzeit zur Vorsicht. Diese 27 Titel stehen unter dem Strich sogar für über 71 % der ersten deutschen Börsenliga.
DAX® (Daily)
Quelle: LSEG, HSBC² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Ein schmaler Grat
In Bezug auf die Rheinmetall-Aktie hatten wir zuletzt immer wieder die Bedeutung der Haltezone aus den Tiefs vom August und Dezember 2025 bei 1.481/1.410 EUR hervorgehoben. Diese Bastion steht jetzt massiv unter Druck. Bei einem nachhaltigen Bruch droht die vorangegangene Schiebezone der letzten elf Monate in eine Topbildung umzuschlagen. Als zusätzlicher Belastungsfaktor könnte sich das jüngste Ausstiegssignal seitens des Monats-MACD erweisen. Wie bei vielen anderen DAX®-Einzeltiteln entsteht auch bei der Rheinmetall-Aktie derzeit dieses negative Signal – und zwar auf historisch hohem Niveau. Als entsprechend hoch könnte sich in der Folge die Fallhöhe erweisen. Rein rechnerisch hält die diskutierte Topbildung ein Abschlagspotenzial von 500 EUR bereit. Auf dem Weg zum Ausschöpfen dieses Rückschlagrisikos definiert die Kombination aus der 90-Wochen-Linie (akt. bei 1.256 EUR) und den horizontalen Marken bei 1.200 EUR einen wichtigen Haltebereich. Das Apriltief von 2025 bei 933 EUR markiert indes so etwas wie eine „worst case“-Unterstützung. Um das angeschlagene Chartbild zu verbessern, ist dagegen eine Rückeroberung der runden 1.500er-Marke notwendig.
Rheinmetall (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Rheinmetall
Quelle: LSEG, tradesignal²
Charttechnische Schlagseite!
Mit Blick auf den nahenden Monatsultimo möchten wir den Langfristchart des Euro-BUND-Future auf den Prüfstand stellen, denn hier tut sich derzeit möglicherweise Entscheidendes. Doch der Reihe nach: Nach den Kursverlusten, die im Wesentlichen im Jahr 2022 stattfanden, bewegte sich das Rentenbarometer in den letzten knapp drei Jahren seitwärts. Mit dem Unterschreiten der Tiefpunkte von 2023 und 2025 bei 126,62/126,53 wurde diese Phase nun zu den Akten gelegt. Ein neues Bewegungstief (124,25) ist aus charttechnischer Sicht kein gutes Zeichen – besonders wenn es sich um ein neues Mehrjahrestief handelt. Erschwerend kommt hinzu, dass damit die Kursentwicklung der letzten Jahre als absteigendes Dreieck interpretiert werden muss (siehe Chart). Die März-Kerze bildet zudem ein „bearish engulfing“ – und zwar ein besonderes, denn die Körper der acht(!) vorangegangenen Monatskerzen werden aktuell umschlossen. Per Saldo präsentiert sich der Kursverlauf des Euro-BUND-Future mehr als angeschlagen. Die nächste Unterstützung wird dabei durch das Tief vom April 2011 bei 119,86 definiert, welches zudem sehr gut mit dem 2003er-Hoch bei 120 harmoniert.
Euro-Bund-Future (Kontrakt Jun 26) (Monthly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Euro-Bund-Future (Kontrakt Jun 26)
Quelle: LSEG, tradesignal²
Die Mutter aller Schiebezonen – in Auflösung
Zu einer vollständigen Zinsanalyse gehört auch der Blick auf das Spiegelbild des Euro-BUND-Future – sprich die 10-jährige Rendite Deutschland. Zusätzlich verknüpfen wir ganz bewusst zwei unterschiedliche Zeitebenen. Beim Kursverlauf der 10-jährigen Rendite Deutschland handelt es sich um „die Mutter aller Schiebezonen“. Seit Anfang 2023 pendelt das Zinsbarometer zwischen knapp 2 % auf der Unterseite und 3 % auf der Oberseite seitwärts. Zuletzt wurde die steigende 200-Tage-Linie (akt. bei 2,74 %) regelmäßig als Sprungbrett genutzt. Dieses Verhaltensmuster führt gleichzeitig dazu, dass das untere Ende der beschriebenen Tradingrange zuletzt nicht mehr angesteuert wurde. Die Gefahr steigender Renditen ist deshalb real, zumal charttechnisch die Signalmarke bei 3 % gerade zur Disposition gestellt wird. Ein nachhaltiger Ausbruch löst das beschriebene Konsolidierungsmuster nach oben auf und aktiviert perspektivisch ein Kursziel von gut 4 %. Die o. g. Glättungslinie markiert indes eine massive Unterstützung. In der Summe haben wir ein „déjà-vu“: Analog zur Situation 2022 ist die Korrelation zwischen Aktien und Bonds derzeit hoch – beide Assetklassen stehen gemeinschaftlich unter Druck.
10-jährige Rendite Deutschland (Daily)
Quelle: LSEG, tradingview² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart 10-jährige Rendite Deutschland
Quelle: LSEG, tradingview²
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