DAX: Anleger ziehen die Notbremse
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Frankfurt (BoerseGo.de) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Freitagnachmittag deutlich unter Druck geraten. Der schwache Handelsverlauf an der Wall Street belastete die Stimmung der deutschen Anleger. Am Vormittag hatte der Leitindex DAX zeitweise noch bei 6.025 Punkte gestanden, bevor die Kurse in die Tiefe rauschten. Bis Handelsschluss verlor der DAX 1,89 Prozent gegenüber dem Vortag auf 5.875,97 Zähler.
Verantwortlich für den weiteren Kursrutsch am Tag des kleinen Verfalls waren nach Angaben von Händlern vor allem die Quartalszahlen der US-Großbank JP Morgan. Der Gewinn je Aktie fiel mit 74 US-Cents zwar besser aus als erwartet (nach 6 Cents im Vergleichszeitraum des Vorjahres), der Umsatzanstieg von 17,23 auf 23,16 Milliarden Dollar war allerdings deutlich schwächer als am Markt erwartet. Die guten Zahlen des US-Chipbauers Intel konnten die Stimmung nicht heben.
Die am Freitagnachmittag veröffentlichten US-Konjunkturdaten fielen gemischt aus. Der Konsumklimaindex der Uni Michigan stieg im Januar weniger stark als erwartet. Das Stimmungsbarometer verbesserte sich nur auf 72,8 Punkte (Dezember: 72,5). Erwartet wurde ein Anstieg auf 74,0 Zähler. US-Verbraucherpreise und US-Industrieproduktion lagen im Rahmen der Erwartungen, auch wenn die US-Industrieproduktion in erster Linie vom Anstieg der Energieproduktion wegen des kalten Winters profitierte. Der Empire State Index überraschte positiv. Insgesamt scheint sich die Konjunkturerholung in den USA damit weiter fortzusetzen, auch wenn die Anleger zunehmend skeptischer werden, ob das bisherige Tempo beibehalten werden kann.
Schlusslicht im DAX waren die Aktien der Deutschen Bank, die um 3,69 Prozent auf 48,50 Euro abgeben mussten. Die Commerzbank-Aktien verloren 2,50 Prozent auf 6,56 Euro.
Im Fokus vieler Anleger standen die Aktien der Autobauer. Die europäischen Pkw-Neuzulassungen stiegen im Dezember um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 1,074 Millionen Fahrzeuge, wie der Herstellerverband ACEA am Freitag mitteilte. Die großen deutschen Autohersteller konnten allesamt zulegen. Volkswagen verbuchte ein Absatzplus von 2,2 Prozent, bei Daimler stiegen die Neuzulassungen um 5,4 Prozent. BMW konnte eine Absatzsteigerung um 8,4 Prozent verbuchen. Die vergleichsweise schwachen VW-Absatzzahlen enttäuschten allerdings die Anleger. Mit den im DAX enthaltenen Vorzugsaktien ging es um 3,21 Prozent auf 61,46 Euro nach unten.
In der zweiten Reihe mussten die Solarwerte Federn lassen. Einem Medienbericht zufolge sollen die Solarsubventionen in Deutschland früher und stärker gekürzt werden als bisher erwartet. Im TecDAX (minus 2,51 Prozent auf 841,14 Zähler) waren die Aktien von SMA Solar Technology mit einem Minus von 12,54 Prozent auf 90,70 Euro die größten Verlierer. Um mehr als fünf Prozent abwärts ging es auch mit den Papieren von Q-Cells, Centrotherm, Phoenix Solar, Roth & Rau und Solarworld.
Einen regelrechten Absturz erlitten die Aktien des Molekulardiagnostik-Unternehmens Epigenomics, nachdem Studiendaten zu einem Darmkrebs-Test widersprüchlich ausfielen. Die Papiere brachen um 23,17 Prozent auf 2,60 Euro ein.
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