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21:47 Uhr, 06.10.2026

Darüber spricht der Markt: Wo Anleger heute Sicherheit suchen

CrowdStrike markiert ein Allzeithoch, Zscaler bestätigt seine Jahresziele: Beide wollen mit Sicherheitslösungen für KI-Agenten punkten.

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Können CrowdStrike und Zscaler die Risiken von KI-Agenten bändigen?

Die Optimisten sehen im Sicherheitsmarkt eine Verschiebung, die gerade erst beginnt. Das größte Risiko verlagert sich aus ihrer Sicht vom menschlichen Nutzer auf den autonomen KI-Agenten, der eigenständig auf Systeme und Daten zugreift. Agenten werden damit zum neuen schwächsten Glied der IT-Sicherheit. Daraus entsteht Nachfrage nach Lösungen, die ihre Identität und ihren Kontext prüfen. Dass Vorstandschefs Sicherheitsrisiken durch KI als ihre größte Sorge nennen, gilt ihnen als Bestätigung. Anbieter wie Anthropic berichten bereits von verhinderten Missbrauchsfällen. Für manche ist Cybersicherheit zudem der attraktivere Weg, an der KI-Welle teilzuhaben, als der direkte Einstieg über Chip- und Speicherwerte.

CrowdStrike gilt dabei als erster Profiteur. Die Aktie legt heute rund 2,0 % zu und erreicht ein neues Allzeithoch. Eine Stimme verweist auf ein Plus von fast 180 % binnen sechs Monaten. Die Befürworter trauen dem Konzern zu, seine langjährige Erfahrung mit der Absicherung menschlicher Aktivitäten in Unternehmensnetzen auf Agenten zu übertragen. Die Lösungen sollen damit nicht mehr nur Angriffe abwehren, sondern auch die sichere Nutzung von KI ermöglichen. Das Unternehmen sieht darin ein eigenständiges Marktsegment, von dem es profitieren kann. Rückendeckung liefern die jüngsten Zahlen: Ende August hatte CrowdStrike beim Umsatz wie beim Gewinn je Aktie die Erwartungen übertroffen.

Als zweiten Profiteur nennen die Befürworter Zscaler. Der Konzern hat eine Lösung entwickelt, die Identität und Kontext von KI-Agenten prüft. Zusätzlich kündigt er eine Sicherheitslösung an, die Unternehmen vor KI-Anwendungen schützen soll. Die zugrunde liegende Authentifizierungstechnik soll Angreifern den Zugriff auf interne Unternehmenssoftware erschweren. Zugleich hält das Management an den Zielen für das Gesamtjahr und das erste Quartal fest, die es Anfang September mit den Quartalszahlen genannt hatte. Für das Geschäftsjahr 2027 rechnet Zscaler weiter mit 3,91 bis 3,94 Mrd. USD Umsatz und einem bereinigten Gewinn je Aktie von 4,86 bis 4,90 USD. Im heutigen Handel gewinnt die Aktie rund 3,2 %.

Die Skeptiker halten dagegen, dass gerade die Eigenschaft, die Agenten so nützlich macht, auch eine Gefahr birgt: Sie handeln mit Maschinengeschwindigkeit. Ein Fehler oder Missbrauch kann sich deshalb ausbreiten, bevor ein Mensch eingreift. Damit gelten sie als potenziell riskanter als jeder menschliche Nutzer. Hinzu kommt, dass Sandbox- und Kontrollmechanismen fehlen, die Agenten in abgeschotteten Umgebungen halten. Dass die bisherigen Vorfälle bei KI-Modellen laut den Anbietern vermeidbar gewesen wären, beruhigt die Kritiker wenig – passiert sind sie trotzdem. Nachdenklich stimmt sie auch eine Forderung aus der Branche selbst: Die Welt müsse einige negative Folgen von KI hinnehmen, um von ihrem Nutzen zu profitieren. Strengere Auflagen für kleinere Wettbewerber lehnen dieselben Stimmen zugleich ab. Washington setzt ohnehin darauf, dass die KI-Unternehmen ihre Risiken zunehmend selbst bewerten und regulieren.

Ist der US-Dollar der bessere Wertspeicher als Gold und Bitcoin?

Wer auf den Dollar setzt, argumentiert mit seiner Stellung im Finanzsystem. Die US-Währung bleibt die führende Reservewährung der Welt; eine Stimme verweist darauf, dass rund 80 % des globalen Handels in Dollar abgewickelt werden. Eine ernsthafte Alternative, die sich in großem Maßstab einsetzen ließe, sehen die Dollar-Verfechter nicht – weder eine Währung der BRICS-Staaten noch Gold oder Bitcoin. Gold etwa lasse sich nicht auf breiter Basis als Zahlungsmittel nutzen, und große Investoren könnten damit keine Milliardenbeträge abwickeln. Kurzfristig kommt ein weiteres Argument hinzu: Höhere Zinserwartungen stärken den Dollar.

Die Gegenseite stellt nicht die Rolle des Dollars infrage, sondern seinen Wert. Die US-Regierung strebe bewusst eine schwächere Währung an, um die Staatsschulden zu entwerten. Zinsen unterhalb der Inflation – finanzielle Repression – zehrten die Kaufkraft kontinuierlich auf. Wer Dollar nur hält und nicht investiert, verliert demnach schleichend Vermögen. Langfristig rechnen die Kritiker mit einer fortgesetzten Entwertung durch Gelddrucken. Allerdings sehen auch sie eine Grenze: Fällt die Abwertung zu stark aus, könnte sie das internationale Vertrauen in den Dollar untergraben.

Von dieser Entwertung soll vor allem Gold profitieren. Die Goldbullen verweisen darauf, dass Notenbanken weltweit Geld drucken. Zudem sei das Edelmetall in Schuldenkrisen historisch zwar zunächst eingebrochen, danach aber kräftig gestiegen. Gold gelte außerdem als die liquideste Anlage, die in Krisen als Erstes zu Geld gemacht werde. Entsprechend weit reichen die Szenarien; genannt werden Kursziele von 10.000 USD, 30.000 USD und 50.000 USD. Kurzfristige Schwäche halten sie für vorübergehend. Sobald die Geldentwertung sichtbar wird, rechnen sie mit einer Neubewertung nach oben. Im heutigen Handel legt Gold rund 1,1 % zu.

Die Skeptiker sehen auf kurze Sicht vor allem Gegenwind. Bleiben die Zinsen länger hoch, stützt das den Dollar und drückt den Goldpreis. Außerdem hätten bereits zu viele Anleger auf steigende Preise gesetzt. Erhöhte Margin-Anforderungen lösen an den Papiermärkten Zwangsverkäufe aus und setzen die Kurse zusätzlich unter Druck.

Für Bitcoin argumentieren die Befürworter mit Marktanteilen: Die Kryptowährung decke bislang nur einen geringen Teil des globalen Marktes für Wertspeicher ab, und schon ein kleiner Zugewinn würde den Preis deutlich steigen lassen. Als Vergleich dienen Uber und Airbnb, die gezeigt hätten, wie schnell disruptive Angebote Marktanteile gewinnen können. Genannt wird ein Kursziel von 500.000 USD. Auf Sicht von zehn Jahren halten die Bullen die Kryptowährung für eine solide Anlage. Eine Stimme verweist dazu auf eine durchschnittliche Rendite von rund 50 % in den vergangenen Jahren.

Die Kritiker halten die Phase exponentiellen Wachstums für beendet und warnen, dass viele Anleger die künftigen Gewinnchancen überschätzen. Selbst wer Bitcoin als Beispiel für überdurchschnittliche Renditen anführt, rechnet im eigenen Modell vorsichtig mit 20 %. Mit Blick auf mögliche Kursverluste steht die Unterstützung bei 60.000 USD im Fokus. Heute tritt Bitcoin mit einem Minus von 0,3 % weitgehend auf der Stelle.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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