Darüber spricht der Markt: Wer profitiert, wenn Rechenzentren knapp werden?
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Gefährden die neuen Baubeschränkungen den KI-Infrastruktur-Trade?
Die Skeptiker sehen seit den Zwischenwahlen ein neues Risiko für den KI-Ausbau: Rechenzentren sind zum Wahlkampfthema geworden. Sie verweisen darauf, dass die Demokraten Senatssitze in Ohio, Texas, Wisconsin, Michigan und Georgia auch mit der Forderung gewonnen haben, neue Projekte zu regulieren oder auszusetzen. Von 41 lokalen Abstimmungen in zehn Bundesstaaten endeten demnach 39 mit Baubeschränkungen. In Ohio stoppten Wähler sogar ein bereits im Bau befindliches Projekt. In Texas siegte ein Gouverneurskandidat, der neue Vorhaben aussetzen will. Analysten von Baird werten den Wahlausgang als Belastung für den Ausbau. Besonders betroffen seien Oracle und CoreWeave wegen ihrer hohen Kapitalaufnahmen.
Bei CoreWeave verweisen sie auf den Anleihemarkt: Die Rendite sei auf ein neues Hoch über 15 % gestiegen, zugleich weiteten sich die Prämien für Kreditausfallversicherungen aus. Wer so stark auf Fremdkapital setzt, ist für politische Risiken besonders anfällig. Die Aktie verliert heute 9,4 %. Bei Nvidia steht dagegen die Planbarkeit im Vordergrund. Für den Zulieferer ist offen, wo und von wem künftig gebaut wird. Texas gilt wegen des drohenden Baustopps als besonders heikel. Hinzu kommt die Sorge, eine Spende an das Weiße Haus unter Trump könnte den Kongress auf den Plan rufen. Die Aktie gibt heute mit den schwächeren Chipwerten 2,0 % nach.
Die Optimisten halten dagegen: Werden Neubauten schwieriger, steigt der Wert jener Kapazitäten, die bereits bestehen oder genehmigt sind. Die Nachfrage nach Rechenleistung übersteigt schließlich weiterhin das Angebot. Davon würden die Betreiber eigener Rechenzentren profitieren, die heute zu den Gewinnern gehören. Bei Microsoft verweisen sie zudem auf ein Rekordhoch; heute legt die Aktie 7,1 % zu. Amazon und Alphabet gewinnen 6,9 % beziehungsweise 4,0 %. Die engeren Kreditspreads bei Amazon, Microsoft und Meta Platforms gelten ihnen als Vertrauensbeweis der Anleiheinvestoren. Für Amazon hält eine Analystin von Needham mittelfristig höhere Umsätze für möglich.
Auch bei diesen Unternehmen bleiben die Skeptiker vorsichtig. Bei Alphabet stören sie sich an der hohen Verschuldung, mit der Rechenzentrumsprojekte ab 2028 finanziert werden sollen. Ebenso missfällt ihnen der Regulierungswille der neuen demokratischen Mehrheiten. Meta gilt ihnen als Bremse für die Rally der Hyperscaler: Mit den eigenen Ausgaben für Rechenzentren verliere der Konzern seinen Investitionsvorteil gegenüber Apple. Bei Microsoft deuten sie ein als beispiellos geltendes Angebot an 27 % der Belegschaft als mögliches Zeichen von Unsicherheit.
Die Befürworter verweisen wiederum darauf, dass der KI-Trade schon vor der Wahl korrigiert habe. Meta, heute 1,2 % fester, gilt Käufern mit einem KGV unter 20 als günstig. Für eine Überreaktion spreche zudem die Einschätzung eines Umfrageexperten, wonach Rechenzentren nicht zu den zehn wichtigsten Wählerthemen zählten.
Von CoreWeave erwarten Investoren mit den anstehenden Quartalszahlen neue Angaben zu künftigen Kapitalaufnahmen. Nvidia soll in rund einem Monat berichten. Die Optimisten rechnen erneut mit starken Zahlen und einer starken Prognose.
Ist der Kurssturz bei CVS trotz guter Zahlen gerechtfertigt?
Bei CVS Health passen Zahlen und Kursreaktion auf den ersten Blick nicht zusammen: Das dritte Quartal übertrifft die Erwartungen auf breiter Front, die Aktie verliert heute 11,6 %. Der Umsatz erreicht 108,4 Mrd. USD und liegt 3,5 % über der Analystenschätzung von 104,69 Mrd. USD. Der bereinigte Gewinn je Aktie steigt von 1,60 auf 2,09 USD und übertrifft den Konsens von 1,65 USD um 27 %. Wesentlicher Treiber ist das Segment Health Care Benefits, dessen bereinigtes operatives Ergebnis von 314 Mio. auf 912 Mio. USD zulegt. Die Jahresprognose für den bereinigten Gewinn je Aktie hebt CVS von zuvor mindestens 7,90 bis 8,10 USD auf mindestens 8,20 USD an. Beim Umsatz rechnet der Konzern nun mit mindestens 420,0 Mrd. USD.
Die Skeptiker suchen den Grund für den Kursabschlag deshalb nicht in den Quartalszahlen, sondern in der Konzernstruktur. Einem Bericht zufolge soll CVS eine Aufspaltung in zwei börsennotierte Unternehmen vorbereiten, bei der das Apothekengeschäft von der Krankenversicherungssparte getrennt würde. Nach ihrer Einschätzung gehen damit Synergien verloren. Zudem müssten beide Teile künftig die Kosten einer eigenen Börsennotierung tragen. Ob die Trennung tatsächlich Wert schafft, sei offen. Als zusätzliche Belastung sehen sie, dass der Pharmacy-Benefit-Manager Caremark parteiübergreifend unter politischer Beobachtung steht.
Operativ sehen die Optimisten CVS dagegen gut aufgestellt. Die heutigen Zahlen belegten, dass das integrierte Modell aus Aetna, Caremark und Einzelhandel funktioniere und das Wachstum getragen habe. Im Apothekengeschäft gewinnt CVS aus ihrer Sicht zudem Marktanteile, etwa durch die Schließungen bei Rite Aid und die Filialkonsolidierung bei Walgreens. Abgeschlossen wäre die Aufspaltung ihrer Darstellung nach erst 2028.
Ist McDonald's Kurssprung trotz sinkender Filialumsätze verdient?
Bei McDonald's fällt die Reaktion umgekehrt aus: Die Aktie steigt heute um 6,7 %, nachdem der bereinigte Gewinn je Aktie im dritten Quartal mit 3,57 USD die erwarteten 3,40 USD übertrifft. Der Umsatz liegt bei 7,16 Mrd. USD und verfehlt damit die Schätzung von 7,29 Mrd. USD.
Für die Optimisten zählt allerdings nicht der Konsens, sondern der Vergleich mit den Befürchtungen. Für sie spricht, dass der bereinigte Gewinn je Aktie die Erwartungen übertroffen hat und das Unternehmen seine Kosten gut im Griff behielt. Auch auf vergleichbarer Fläche sanken die Umsätze in den USA mit 0,2 % weniger stark als erwartet: Analysten hatten mit einem Minus von 0,47 % gerechnet.
Die Skeptiker halten dagegen, dass die Aktie trotz schwächerer Zahlen steigt. Sie sprechen von sinkenden Filialumsätzen und einer rückläufigen Besucherfrequenz in den US-Restaurants. Auch der verfehlte Umsatz spricht aus ihrer Sicht gegen den Kurssprung. Eine Stimme verweist auf Daten von Placer AI, wonach die Besucherzahlen im Jahresvergleich um 4,6 % zurückgingen. Im Wettbewerb mit Burger King und Taco Bell muss McDonald's weiter um jeden Besuch kämpfen.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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