Analyse
06:40 Uhr, 27.10.2026

CADENCE - Alles Wichtige aus dem Analystencall

Cadence Design Systems hat im dritten Quartal alle wichtigen Kennzahlen über den eigenen Prognosen abgeliefert und den Jahresausblick erneut angehoben. Im Mittelpunkt der Telefonkonferenz mit Analysten stand jedoch die KI-Strategie:

Mit "Maestro“ startet der EDA-Spezialist eigene, auf Chipdesign zugeschnittene KI-Modelle und grenzt sich damit deutlich vom Rivalen Synopsys ab.

Maestro ist ein Portfolio domänenspezifischer Modelle für Chip- und Systemdesign. Cadence baut dafür auf frei verfügbaren Open-Weight-Modellen auf und trainiert diese mit eigenen Tools und Daten nach. Laut CEO Anirudh Devgan ist das erst seit Kurzem sinnvoll, weil Open-Weight-Modelle im vergangenen Jahr stark aufgeholt hätten. Das Nachtraining sei inzwischen "sehr kosteneffizient“.

Das Konzept ruht auf drei Säulen. Erstens eine Modellfamilie von kleinen bis zu Frontier-Klasse-Modellen, die laut Cadence bis zu 30 % bessere Ergebnisse liefert als Allzweckmodelle. Zweitens ein Router, der je nach Aufgabe das passende Modell wählt, auch Modelle von OpenAI, Anthropic oder Google. Das soll die Token-Effizienz bis zum Fünffachen steigern. Devgan verdeutlichte das mit einem Bild: "Man nimmt ja auch kein Flugzeug, um zum Supermarkt um die Ecke zu fahren.“ Drittens Lernschleifen mit den hauseigenen EDA-Tools, über die sich das System laufend selbst verbessert.

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