Analyse
09:00 Uhr, 19.10.2026

BILFINGER - Volle Chemiewerke bremsen das Geschäft aus

Ausgerechnet gut ausgelastete Chemieanlagen verschärfen die Probleme eines Unternehmens, das mit deren Wartung Geld verdient. Weil europäische Produzenten vorübergehend von gestörten Lieferketten profitieren, wollen sie ihre Werke möglichst ohne Unterbrechung betreiben.

Größere Instandhaltungsarbeiten müssen warten. Beim Dienstleister bleiben dafür eingeplante Kapazitäten unausgelastet und die erhoffte Erholung im zweiten Halbjahr fällt aus.

Bilfinger reagierte bereits mit einer gesenkten Jahresprognose und dem Umbauprogramm Agile. Bis zu 1.500 Vollzeitstellen sollen unter dem Strich wegfallen, Standorte zusammengelegt und Verwaltungsfunktionen gebündelt werden. Im Gespräch mit Analysten am Freitag räumte Vorstandschef Thomas Schulz zugleich Fehler ein: "Wir haben das zweite Halbjahr nicht richtig eingeschätzt." An den Zielen für 2030 hält das Management dennoch fest.

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