Expertenkommentar

Berichtssaison: Bereinigte und unbereinigte Gewinne...

Auf den ersten Blick läuft die Berichtssaison gut. Das hat vor allem damit zu tun, dass Unternehmen "Finanzalchemie" bemühen.

US-Unternehmen stecken inmitten einer Gewinnrezession. Das lässt sich selbst bei Anwendung aller legalen Tricks nicht verbergen. Dank dieser Tricks sehen die Zahlen auf den ersten Blick allerdings weniger schlimm aus als sie sind. Unternehmen berichten in den meisten Fällen zwei Gewinnzahlen. Die eine, der immer berichtet wird, weil sie berichtet werden muss, wird nach den GAAP-Regeln (Generally Accepted Accounting Principles, Buchhaltungsregulation) berechnet. Unternehmen müssen diese Zahlen veröffentlichen. Da es sich um ein starres Regelwerk handelt, veröffentlichen Unternehmen auch bereinigte Zahlen.

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Über den Experten

Clemens Schmale
Clemens Schmale
Finanzmarktanalyst

Clemens Schmale hat seinen persönlichen Handelsstil seit den 1990er Jahren an der Börse entwickelt.

Dieser gründet auf zwei Säulen: ein anderer Analyseansatz und andere Basiswerte. Mit anders ist vor allem die Kombination aus Global Makro, fundamentaler Analyse und Chartanalyse sowie Zukunftstrends gemeint. Während Fundamentaldaten und Makrotrends bestimmen, was konkret gehandelt wird, verlässt sich Schmale beim Timing auf die Chartanalyse. Er handelt alle Anlageklassen, wobei er sich größtenteils auf Werte konzentriert, die nicht „Mainstream“ sind. Diese Märkte sind weniger effizient als andere und ermöglichen so hohes Renditepotenzial. Sie sind damit allerdings auch spekulativer als hochliquide Märkte. Die Haltedauer einzelner Positionen variiert nach Anlageklasse, beträgt jedoch meist mehrere Tage, oft auch Wochen oder Monate.

Rohstoffe, Währungen und Volatilität handelt er aktiv, in Aktien und Anleihen investiert er eher langfristig. Die Basiswerte werden direkt – auch über Futures – oder über CFDs gehandelt, in Ausnahmefällen über Optionen und Zertifikate.

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