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15:23 Uhr, 16.11.2009

Bereitschaft zur Beschäftigung mit privater Altersvorsorge nimmt ab

Frankfurt (BoerseGo.de) - Die Finanzmarktkrise hat bei den Anlegern deutliche Spuren hinterlassen. Wie eine Umfrage von Union Investment zum Anlegerverhalten bei der Altersvorsorge im dritten Quartal 2009 ergab, ist die Bereitschaft der Bürger, sich mit dem Thema Altersvorsorge zu beschäftigen, gesunken. Während im dritten Quartal 2008 noch 75 Prozent der Anleger die Notwendigkeit sahen, sich mit den Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge zu beschäftigen, sind es jetzt nur noch 68 Prozent.

Auffällig ist zudem, dass sich vor allem die junge Generation bei der Altersvorsorge zurück hält. Gerade einmal 60 Prozent der 20- bis 29-Jährigen beschäftigen sich intensiv mit dem Thema. Besonders die junge Generation könne sich jedoch nicht mehr auf die Basisversorgung, zum Beispiel die Gesetzliche Rentenversicherung, verlassen, warnen die Experten von Union Investment.

Für die meisten Bundesbürger sind die Riester-Rente und die betriebliche Altersversorgung gute Möglichkeiten, um im Alter ihr Einkommen aufzustocken. Die staatlich geförderte Riester-Rente bleibt dabei mit 90 Prozent deutlich vor der Rürup-Rente (19 Prozent) und der betrieblichen Altersversorgung (13 Prozent) die bekannteste Form der Altersvorsorge. Trotzdem haben erst 41 Prozent der Befragten (44 Prozent der Frauen und 38 Prozent der Männer) einen Riester-Vertrag abgeschlossen. Als größter Hinderungsgrund für eine Riester-Rente wird die Bevorzugung einer anderen Form der Altersvorsorge genannt (51 Prozent).

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Über den Experten

Thomas Gansneder
Thomas Gansneder
Redakteur

Thomas Gansneder ist langjähriger Redakteur der BörseGo AG. Der gelernte Bankkaufmann hat sich während seiner Tätigkeit als Anlageberater umfangreiche Kenntnisse über die Finanzmärkte angeeignet. Thomas Gansneder ist seit 1994 an der Börse aktiv und seit 2002 als Finanz-Journalist tätig. In seiner Berichterstattung konzentriert er sich insbesondere auf die europäischen Aktienmärkte. Besonderes Augenmerk legt er seit der Lehman-Pleite im Jahr 2008 auf die Entwicklungen in der Euro-, Finanz- und Schuldenkrise. Thomas Gansneder ist ein Verfechter antizyklischer und langfristiger Anlagestrategien. Er empfiehlt insbesondere Einsteigern, sich strikt an eine festgelegte Anlagestrategie zu halten und nur nach klar definierten Mustern zu investieren. Typische Fehler in der Aktienanlage, die oft mit Entscheidungen aus dem Bauch heraus einhergehen, sollen damit vermieden werden.

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