Kommentar
13:35 Uhr, 18.02.2026

Aus dem ETF Magazin: "Interview Dag Rodewald"

Kostengünstige Kernbausteine für das Portfolio stehen bei UBS Asset Management ganz oben auf der Prioritätenliste. Doch immer öfter engagieren sich die Schweizer auch in Spezialbereichen.

5. Januar 2025. MÜNCHEN (ETF Magazin).

UBS hat kürzlich eine Reihe sogenannter Core-ETFs aufgelegt. War das der Auftakt einer neuen Preisoffensive?

Wir wollten zeigen, dass UBS nicht nur qualitativ hochwertige, sondern auch preislich wettbewerbsfähige Produkte anbietet. Klassische, breit gestreute Indizes – zum Beispiel auf den MSCI World Index oder den S&P 500 – sind stark gefragt. Deshalb haben wir bestehende ETFs in eine neue Core-Familie überführt und die Gebühren deutlich gesenkt. Unser MSCI World ETF hat jetzt eine Kostenquote von nur 0,06 Prozent, der S&P 500 ETF kostet sogar nur 0,03 Prozent. Die Preissenkung kam an – beide ETFs haben in kurzer Zeit Milliarden an Zuflüssen erzielt..

Günstige Preise sind ein schlagendes Argument.

Die Kosten sind einer der wenigen Faktoren, die Anleger tatsächlich beeinflussen können. Als großer Asset Manager profitieren wir von Skaleneffekten – und diese geben wir weiter. Niedrige Gebühren führen außerdem häufig zu höheren Handelsvolumina und engeren Spreads. So profitieren Anleger doppelt: weniger laufende Kosten und geringere Handelskosten.

Welche Schwerpunkte setzt UBS bei ihrer ETF-Produktpalette?

Unser Fokus liegt auf den Kernbausteinen eines Portfolios: breit diversifizierte, liquide ETFs, die als Fundament dienen. Darum herum können Anleger Satellitenstrategien einsetzen. Hebelprodukte oder sehr exotische Themen sind bei uns nicht vorgesehen. Gleichzeitig bieten wir für fast alle großen Indizes auch währungsgesicherte Varianten an – auf Euro, US-Dollar, Schweizer Franken und Britisches Pfund. Damit können unsere Kunden ihre Währungsrisiken gezielt steuern.

Themen-ETFs finden sich in Ihrer Produktpalette eher nicht. Warum?

Für uns ist entscheidend, dass ein Thema nicht nur kurzfristig „en vogue“ ist, sondern auch in fünf oder zehn Jahren noch Anlagepotenzial bietet. Wir arbeiten derzeit an mehreren Themenlösungen, die langfristig relevant bleiben, aber schon heute ausgesprochen aussichtsreich erscheinen. Voraussichtlich schon im Januar werden die ersten dieser Themen-ETFs an die Börse kommen.

Was unterscheidet UBS ETFs von anderen Anbietern?

Wir sehen uns als Partner für langfristige Anleger, nicht als Taktgeber für kurzfristige Moden. Unsere Produktpalette soll es Investoren ermöglichen, ein stabiles, global diversifiziertes Portfolio aufzubauen – mit transparenten, liquiden und fair bepreisten ETFs. Entscheidend ist, dass jeder ETF nachhaltigen Nutzen stiftet. Wir wollen keine Modewellen reiten, sondern Lösungen bieten, die in verschiedenen Marktphasen Bestand haben.

Von Uli Kühn, Dezember 2025, © ETF Magazin

Der Artikel stammt aus der aktuellen Ausgabe des ETF Magazins, dem Fachjournal für Profis und informierte Anleger*innen.