Analyse
08:50 Uhr, 05.11.2026

AT&S - Umsatz- und Gewinnexplosion

Der steirische Substrathersteller erzielt dank der KI-Nachfrage den höchsten Quartalsumsatz seiner Geschichte und bestätigt die Prognose. Den Milliardenausbau finanzieren zunehmend die Kunden.

Als Michael Mertin zu AT&S kam, gab er ein schlichtes Versprechen ab: "Wir halten, was wir versprechen.“ Mit dem Halbjahresbericht sieht der Vorstandschef es eingelöst. Vor einem Jahr schrieb der Konzern aus Leoben noch Verluste, die Sparte für IC-Substrate steckte tief in den roten Zahlen. Nun meldet AT&S ein Rekordquartal. Hauptgrund ist die extrem hohe Nachfrage nach Substraten für Hochleistungsprozessoren in KI-Rechenzentren. Nur die Börse lässt sich von dieser Wende derzeit nicht mehr mitreißen.

Die Marge macht den Unterschied

Im zweiten Geschäftsquartal stieg der Umsatz um 52,4 % auf 681,9 Mio. EUR. Das EBITDA legte um 134 % auf 244,0 Mio. EUR zu, die Marge kletterte von 23,3 % auf 35,8 %. Das EBIT erreichte 153,0 Mio. EUR nach 16,3 Mio. EUR, der Konzerngewinn 125,4 Mio. EUR nach einem Verlust von 7,6 Mio. EUR. Je Aktie verdiente AT&S 3,05 EUR. Nach dem Konsens waren 662,1 Mio. EUR Umsatz und 241,0 Mio. EUR EBITDA erwartet worden. Beim Ergebnis je Aktie lag die Schätzung zweier Analysten bei 2,08 EUR. Den Gewinn schönt allerdings ein Sondereffekt: Dank steuerlicher Verlustvorträge fielen auf 128,5 Mio. EUR Vorsteuergewinn nur 3,2 Mio. EUR Steuern an. Im Halbjahr stieg der Umsatz um 45,4 % auf 1.230,6 Mio. EUR, die EBITDA-Marge auf 33,2 %.

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