ARISTA-Analystencall - Für 2027 zeigt sich das Management sehr bullisch
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Vor drei Jahren sprach Jayshree Ullal noch von vier oder fünf KI-Kunden. Deren Rechenzentren liefen mit 50.000 bis 100.000 Nvidia-GPUs, und das Netz dazwischen war fest in der Hand proprietärer Technik wie InfiniBand. Heute zählt Arista mehr als 100 Kunden für seine Ethernet-Plattform Etherlink. Bis Ende 2027 sollen über Arista-Netze KI-Kapazitäten von mehr als 10 Gigawatt auf über zehn verschiedenen Beschleunigertypen laufen. “Was für ein Wendepunkt in nur drei Jahren”, sagte die Konzernchefin im Call zum dritten Quartal.
Dahinter steht Ullals zentrale These: Die Branche bewege sich weg von vertikal integrierten Komplettsystemen, in denen der Rechenchip den Ton angibt, hin zu einem netzwerkzentrierten Ansatz. Je mehr Anbieter eigene KI-Chips entwickeln, desto wichtiger wird ein offenes Netz, das sie alle verbindet. Für Arista, das seit jeher auf standardbasiertes Ethernet setzt, ist diese Vielfalt ein Geschenk.
Hinzu kommt der Wandel vom zentralen Training zur verteilten Inferenz, dem laufenden Betrieb der Modelle. Rechenleistung und Speicher verteilen sich dabei über viele Standorte, das Netzwerk wird zur Stellschraube dafür, wie wirtschaftlich KI-Antworten entstehen.
