Analyse
06:45 Uhr, 30.09.2026

APPLE - Neuer Chef beginnt mit dem Unternehmensumbau

Mehr Produkte, kürzere Entwicklungszeiten, weniger Verwaltung: Apples neuer Vorstandschef John Ternus will den Konzern wenige Wochen nach seinem Amtsantritt auf ein höheres Tempo bringen.

Dahinter steht mehr als der Gestaltungswille eines neuen Managers. Steigende Kosten für Bauteile und eine nachlassende Wachstumsdynamik im lukrativen Dienstleistungsgeschäft erhöhen den Druck, neue Umsatzquellen zu erschließen. In genau dieser Phase soll Apple schlanker werden.

Wie Bloomberg unter Berufung auf mit den internen Gesprächen vertraute Personen berichtet, erwägt Ternus, den traditionellen Rhythmus großer Produktvorstellungen im Frühjahr und Herbst aufzulockern. Neue Geräte sollen häufiger über das Jahr verteilt erscheinen. Gleichzeitig will der frühere Hardwarechef Managementebenen abbauen und die Ingenieure näher an die Konzernspitze rücken. Apple lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

Nach 15 Jahren unter Tim Cook zeichnet sich damit ein Wechsel in der Unternehmensführung ab. Ternus setzt offenbar stärker auf technische Entwicklung, schnellere Entscheidungen und mehr Experimente. Im KI-Zeitalter kann Apple sich lange Entwicklungszyklen immer weniger leisten. Allerdings lässt sich ein über Jahrzehnte eingespielter Konzern nicht per Vorstandsbeschluss beschleunigen. Mitarbeiter rechnen laut Bloomberg damit, dass eine grundlegende Umstellung Jahre dauern könnte.

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