Anthropic vor IPO - Die Fakten aus dem IPO-Prospekt
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"Wir sind in erster Linie ein Forschungslabor“, schreibt Anthropic in seinem Börsenprospekt. Die am Montag bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Zahlen erzählen jedoch auch von einem außergewöhnlich schnell wachsenden Geschäft. Im ersten Quartal 2023 startete Anthropic mit einem Umsatz von null in die Vermarktung, im zweiten Quartal 2026 setzte das Unternehmen 11,56 Mrd. USD um und erzielte einen ersten operativen Gewinn. Für das erste Halbjahr steht dennoch ein Nettoverlust von 80,7 Mrd. USD in den Büchern. Beide Zahlen stimmen. Die zweite führt trotzdem in die Irre.
Anthropic will Class-A-Aktien an der Nasdaq unter dem Kürzel ANT listen. Das Konsortium führen Goldman Sachs und Morgan Stanley an, dahinter stehen 20 weitere Banken, darunter J.P. Morgan und die Deutsche Bank. Öffentliche Angebote sind auch in Australien, Japan, Kanada, der Schweiz, Großbritannien und in bestimmten Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums geplant, eine Notierung außerhalb der USA jedoch nicht. Neben neuen Aktien bieten auch Altaktionäre Papiere an. Für bestehende Anteile gelten Haltefristen von 180 und teils 365 Tagen, die gestaffelt gelockert werden, erstmals schon am ersten Handelstag. Google hat die Option, parallel zum Börsengang Aktien für bis zu 10 Mrd. USD zum Ausgabepreis zu zeichnen. Preisspanne und Volumen lässt der Prospekt noch offen.
