AMAZON - Starlink-Herausforderer soll noch dieses Jahr starten
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- Amazon - WKN: 906866 - ISIN: US0231351067 - Kurs: 242,670 $ (Nasdaq)
- SpaceX - WKN: A42D4F - ISIN: US84615Q1031 - Kurs: 138,580 € (XETRA)
Damit wird aus dem lange angekündigten Rivalen von SpaceX’ Starlink erstmals ein reales Angebot am Markt ankommen.
Am Donnerstag brachte eine Atlas-V-Rakete der United Launch Alliance 29 weitere Leo-Satelliten von Florida aus ins All. Insgesamt wurden seit April 2025 damit 398 Satelliten gestartet, von denen sich 394 im Orbit befinden. Amazons Leo-Chef Chris Weber erklärte, das Unternehmen habe nun genügend Starts absolviert, um den ersten Dienst noch in diesem Jahr aufzunehmen. Weitere Missionen sollen vor allem Abdeckung und Kapazität erhöhen.
Der Rückstand auf Starlink bleibt gewaltig
Der erste Service dürfte zunächst in Regionen nahe Nord- und Südpol beginnen. Mit wachsender Satellitenzahl soll sich die Abdeckung schrittweise Richtung Äquator ausweiten. Langfristig plant Amazon eine Konstellation von mehr als 3.200 Satelliten, die Breitbandinternet aus dem All liefern soll, für Verbraucher ebenso wie für Regierungen, Unternehmen und Fluggesellschaften.
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Der Vergleich mit Starlink zeigt allerdings, wie groß der Rückstand noch ist. SpaceX verfügt bereits über rund 10.000 Satelliten und hat sein Angebot weltweit etabliert. Amazon startet damit nicht aus einer Position der Stärke, sondern in einen teuren Aufholkampf.
Zum Engpass könnten ausgerechnet die Raketen werden. Zwar hat Amazon rund 100 Starts im Wert von mindestens 82 Milliarden Dollar gebucht, doch wichtige Trägersysteme sind derzeit problembehaftet. Blue Origins New Glenn wurde zuletzt durch eine Explosion auf der Startrampe zurückgeworfen. Auch ULAs neue Vulcan-Rakete ist nach einem technischen Problem vorerst am Boden. Damit bleibt die ältere Atlas V vorerst ein wichtiges Arbeitspferd für den Aufbau des Netzes.
Fazit: Amazon hat zwar finanzielle Power, hinkt aber meilenweit hinter SpaceX her. Bis sich damit Geld verdienen lässt, wird noch einige Zeit ins Land gehen. Musk hat die Nase klar vorne. Starlink ist längst profitabel und funktioniert praktisch weltweit.
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