Aktien Schweiz freundlich - SMI mit Richtungswechsel nach Trump-Volte
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DOW JONES--Der schweizerische Aktienmarkt ist am Montag seinen europäischen Pendants gefolgt. Nach Verlusten in der ersten Handelshälfte vor dem Hintergrund der anhaltenden Stagflationsängste als Folge des Energiepreisschocks durch den Krieg im Iran, schossen die Kurse am Mittag plötzlich steil nach oben. Auslöser war ein Rückzieher von US-Präsident Trump. Hatte er am Wochenende dem Iran noch ein 48-stündiges Ultimatum gesetzt, die für Öltransporte wichtige Straße von Hormus freizumachen, sprach er nun von Gesprächen mit dem Iran und sagte, die USA wollten vorerst nicht mehr Energie-Infrastruktur des Iran angreifen.
Eine Reaktion darauf waren stark fallende Ölpreise, womit zugleich die zuletzt stark die Kurse belastenden Stagflationsängste von Hoffnungen auf ein absehbares Ende des Konflikts zumindest vorübergehend in den Hintergrund gedrängt wurden.
Der SMI ging mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 12.390 Punkte aus dem Tag. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 15 Kursgewinner und 5 -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 28,68 (Freitag (Verfalltag): 82,46) Millionen Aktien.
Dass der SMI sich nicht stärker erholte wie einige Indizes in den Nachbarländern, war dem defensiven Charakter des Index geschuldet mit seinen wenig konjunkturreagiblen Schwergewichten aus dem Pharmasektor und der Nestle-Aktie. Letztere verlor 1,3 Prozent und ließ damit nur Givaudan (-1,5%) im Leitindex hinter sich. Novartis kamen um ein halbes Prozent voran, Roche immerhin um 1,2 Prozent, obgleich Roche die klinische Entwicklung eines Arzneimittelkandidaten für zwei Muskelerkrankungen einstellt. Die Option des Einsatzes zur Behandlung von Adipositas will das Unternehmen aber weiterverfolgen, wie die japanische Tochter Chugai mitteilte.
Klarer SMI-Tagessieger waren Richemont mit einem Plus von 5,6 Prozent. Mit den Kursen der Luxusgüterunternehmen ging es europaweit nach dem Trump'schen Entspannungssignal steil nach oben.
Sonova sackten um knapp 6 Prozent ab. Der Hörgeräteexperte stellt im Rahmen einer aktualisierten Strategie sein Geschäft unter der Marke Sennheiser zum Verkauf und will den Fokus auf Hörgeräte und Cochlea-Implantate richten.
In der zweiten Reihe verloren Sandoz nach einer Abstufung auf "Sectorperform" durch die Analysten von RBC 1,9 Prozent.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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