Aixtron Aktie: Gewinnrückgang 2025, Kostenreduktion treibt 2026-Planungen; Nvidia-KI im Fokus
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Kurzüberblick
Der Chipausrüster Aixtron SE hat am 26. Februar 2026 die Zahlen für 2025 vorgelegt und zugleich einen vorsichtigen Ausblick auf 2026 gegeben. Der Umsatz sank auf 556,6 Mio. EUR (-12% YoY); EBIT lag bei 100,3 Mio. EUR (ca. 18% EBIT-Marge) und das Nettoeinkommen bei 85,3 Mio. EUR. Die Dividende bleibt stabil bei 0,15 EUR je Aktie; der Free Cash Flow fiel auf 181,9 Mio. EUR. Der Q4-Auftragseingang betrug 169,6 Mio. EUR, der Auftragsbestand Ende 2025 lag bei 257,8 Mio. EUR.
Der Vorstand setzt weiter auf Kostensenkungen, eine stärkere Fokussierung auf Optoelektronik und einen potenziellen Nachfrageimpuls durch Nvidia-Architektur für KI-Rechenzentren in der zweiten Jahreshälfte 2026. Zudem soll der Stammsitz Herzogenrath stärker in Einsparungen eingebunden werden, um die Profitabilität zu stützen.
Marktanalyse & Details
Finanzdaten 2025
- Umsatz 2025: 556,6 Mio EUR (-12% YoY)
- EBIT: 100,3 Mio EUR, ca. 18% EBIT-Marge
- Nettoeinkommen: 85,3 Mio EUR
- Free Cash Flow (FCF): 181,9 Mio EUR, deutlich rückläufig gegenüber dem Vorjahr
- Dividende: 0,15 EUR je Aktie, stabil
- Q4-Auftragseingang: 169,6 Mio EUR
- Auftragsbestand Ende 2025: 257,8 Mio EUR (289,3 Mio EUR im Vorjahr)
Strategische Ausrichtung & Kostenmanagement
- Fortführung von Kostensenkungsmaßnahmen, darunter Personalabbau am Stammsitz Herzogenrath
- Fokus auf Optoelektronik: Laserbausteine für Datenkommunikation, insbesondere KI-Rechenzentren
- Leichte Erholung in der Siliziumcarbid-Leistungselektronik voraussichtlich moderat; GaN- und SiC-Megas bleiben unter Druck
- Neuer Growth-Impuls durch Nvidia-Architektur (800V-DC Power) in KI-Rechenzentren ab der zweiten Jahreshälfte 2026
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass die Erholung in 2026 moderat ausfallen dürfte, da die Optoelektronik als zentrale Ertragsstütze fungiert, während die Nachfrage in der Leistungselektronik unter Druck bleibt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Dividende eine verlässliche Einnahmequelle bleibt, während sich die Aktie zunächst schwächer zeigen könnte, bis sich die Umsatzdynamik in Kernsegmenten stabilisiert. Die konservative Guidance wird oft realistisch bewertet; eine stärkere Traktion hängt maßgeblich von Marktdynamik und Umsetzung der Kostenmaßnahmen ab.
Fazit & Ausblick
Ausblick: 2026 könnte Aixtron auf moderat steigende Umsätze in der Optoelektronik zusteuern, mit einem Zielbereich von rund 490-550 Mio EUR und einer EBIT-Marge von ca. 18% (Spanne 16-19%). Die Gesellschaft setzt auf fortgesetzte Kostenreduktionen, einen stabilen Dividendenfluss und eine dynamische Nachfrageentwicklung im KI-Umfeld. Wichtige Meilensteine bleiben die nächsten Quartalszahlen in den kommenden Wochen, die zeigen, wie schnell sich die Zielkorridore realisieren lassen.
