Analyse

ADESSO – IT-Konzern wächst weiter dynamisch

Was Wachstum angeht, kann Adesso kaum ein anderes Unternehmen etwas vormachen. Die Leichtigkeit, mit der jedes Jahr die Umsätze gesteigert werden können, sucht nahezu seinesgleichen.

Erwähnte Instrumente

  • adesso SE
    ISIN: DE000A0Z23Q5Kopiert
    Kursstand: 147,800 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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  • adesso SE - WKN: A0Z23Q - ISIN: DE000A0Z23Q5 - Kurs: 147,800 € (XETRA)

Dabei ist Adesso insbesondere darauf angewiesen, immer das passende Personal zu finden, dieses anzulernen und dann entsprechend beim Kunden in den Einsatz zu bekommen. Wir reden hier weniger über Skalierung und Software als vielmehr effektives Personalmanagement. Die Adesso-Aktie korrigiert die letzten Monate. Eine Chance für nicht investierte Anleger?

Wachstumskurve flacht nicht ab

In meinem letzten Beitrag zur Aktie sprach ich zuletzt von einer weitgehend fairen Bewertung des Papiers. Ich nahm an, die Aktie benötigt eine Auszeit, nach der Rally der vergangenen Jahre. Bislang passt diese Einschätzung. Rund 12 Prozent tiefer notiert die Aktie mittlerweile.

Zum Halbjahr jedenfalls liegt der Umsatz mit 412 Mio. EUR um 28 Prozent höher als noch im Vorjahr. Das EBITDA hingegen verzeichnet einen scharfen Rückgang um 31 Prozent auf 38 Mio. EUR. Doch was dramatisch klingt ist es nicht. Mit 17,7 Mio. EUR hatte Adesso im Vorjahr einen positiven Sondereffekt aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften. Bereinigt man das Ergebnis um diesen Effekt, so liegt es etwa auf Vorjahreshöhe.

Adesso begründet dies mit einer niedrigeren Auslastungsquote durch mehr Präsenzveranstaltungen und weniger Remote-Arbeit. Daher steigen die Aufwendungen beispielsweise für Transportkosten oder Kosten für Mitarbeiter die auf Firmenveranstaltungen verweilen. Im Gesamtjahr soll das EBITDA zwischen 90 Mio. EUR bis 95 Mio. EUR landen. Die Umsatzguidance wurde sogar auf 800 Mio. EUR bis 850 Mio. EUR angehoben.

Fazit: Adesso wächst dynamisch weiter und wird dieses Wachstum wohl auch in den Folgejahren fortsetzen können, wenn auch nicht mit dieser Geschwindigkeit. Bei der Marge hingegen wird es schwieriger. Diese dürfte niedriger als in den Vorjahren ausfallen. Größere Software-Lizenzerlöse könnten hier aber auch für positive Überraschungen sorgen. Angesichts operativ rückläufiger Margen rechne ich aktuell eher mit einer Fortsetzung der Konsolidierung. Die Aktie ist mir persönlich noch nicht "günstig" genug zu haben.

Jahr 2021 2022* 2023e*
Umsatz in Mio. EUR 678,00 825,00 899,00
Ergebnis je Aktie in EUR 7,65 5,30 6,35
Gewinnwachstum -30,72 % 19,81 %
KGV 19 28 23
KUV 1,4 1,2 1,1
PEG neg. 1,2
*e = erwartet, Berechnungen basieren bei
US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten
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Über den Experten

Sascha Gebhard
Sascha Gebhard
Redakteur

Sascha Gebhard hat nach einer klassischen Ausbildung zum Bankkaufmann im Laufe der Jahre bei verschiedenen Banken gearbeitet. Er absolvierte neben dem Beruf die Studiengänge zum Diplom-Betriebswirt (VWA) sowie den Finanz- und Investment Ökonom (VWA). Von 2008 bis 2016 war er als Eigenhändler auf eigene Rechnung an den Finanzmärkten aktiv. Weiterhin publizierte er für verschiedene Finanzverlage und schrieb zahlreiche Fachartikel rund um das Thema Börse. Die in den jeweiligen Diensten geführten Realgeld- sowie Musterdepots konnte stets überdurchschnittliche Renditen erwirtschaften. Sein Steckenpferd ist seit jeher der deutsche Aktienmarkt, wo er bestens vernetzt ist, und eine Vielzahl an Unternehmen bereits seit mehr als 15 Jahren aktiv verfolgt. Seit 2022 ist Sascha Gebhard fester Bestandteil des Redaktionsteams von stock3.

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