Analyse
16:50 Uhr, 07.10.2026

ADESSO - Bisher kein KI-Opfer

Anleger fürchten, dass KI-Agenten den IT-Dienstleistern die Arbeit abnehmen könnten. Adesso-Gründer Volker Gruhn hält dagegen und räumt zugleich eine entscheidende Unsicherheit ein.

Kaum eine Branche haben Anleger 2026 so hart abgestraft wie die IT-Dienstleister. Accenture verlor bis zum Sommer zeitweise rund die Hälfte seines Börsenwerts, Capgemini, Cognizant und die großen indischen Anbieter folgten. Adesso markierte Ende Juni ein Jahrestief bei 47,30 EUR, zu Jahresbeginn hatte die Aktie noch knapp 90 EUR gekostet. Die Sorge der Investoren ist simpel: Wenn KI-Agenten Code schreiben, brauchen Unternehmen weniger externe Entwickler, die nach Stunden abrechnen.

Volker Gruhn hält dies für überzogen. Der Mitgründer und Aufsichtsratsvorsitzende von Adesso, der über eine von ihm kontrollierte Gesellschaft rund 27 % der Aktien hält, sagte im Gespräch mit der F.A.Z., in seinem Unternehmen entstehe derzeit mehr zusätzliches Geschäft, als durch KI wegfalle. Im selben Atemzug schränkte der Informatikprofessor freilich ein: "Ob das auf Dauer so bleibt, kann ich noch nicht sagen."

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