Accenture bringt SAP und Co unter Druck
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Die Aktie von Accenture geriet nach den Quartalszahlen massiv unter Druck und verlor zeitweise rund 20 % – der größte Tagesverlust der Unternehmensgeschichte. Auslöser war ein enttäuschender Ausblick für das laufende Quartal: Mit erwarteten Umsätzen von 17,75 bis 18,40 Mrd. US-Dollar bleibt der IT- und Beratungsriese unter den Markterwartungen. Gleichzeitig gingen die Neubuchungen um 2 % zurück, was die Sorge verstärkt, dass Künstliche Intelligenz klassische Beratungs- und Outsourcing-Dienstleistungen zunehmend unter Druck setzt.
Zusätzliche Belastungen kamen laut Management durch den Nahost-Konflikt, der Umsätze um rund 100 Mio. US-Dollar und das Neugeschäft um etwa 400 Mio. US-Dollar beeinträchtigte. Zwar stieg der Quartalsumsatz auf 18,7 Mrd. US-Dollar und der Gewinn je Aktie um 9 % auf 3,80 US-Dollar, doch Investoren fokussierten sich auf die schwache Nachfrageentwicklung. Positiv ist, dass Accenture weiterhin eine hohe Zahl großer Transformationsprojekte gewinnt und mit den Übernahmen der Cybersecurity-Spezialisten Dragos, runZero und NetRise gezielt Wachstumsfelder stärkt. Der Kurssturz zeigt jedoch, dass der Markt derzeit vor allem die Risiken einer KI-bedingten Disruption des Beratungsgeschäfts bewertet.
Der Kurseinbruch bei Accenture belastete den gesamten IT- und Softwaresektor. Neben Accenture verloren auch Dienstleister wie Cognizant, Infosys, Wipro, EPAM, Globant und CGI zwischen 6 % und 8 %, während in Europa Capgemini zeitweise um 11 % einbrach. Bemerkenswert ist, dass sich die Schwäche nicht auf IT-Dienstleister beschränkte: Auch Softwareunternehmen wie SAP, Sage, Temenos und Dassault Systèmes gerieten unter Druck. Die Marktreaktion verdeutlicht die wachsende Sorge der Investoren, dass generative KI nicht nur traditionelle Beratungsleistungen, sondern auch Teile des Softwaremarktes disruptieren könnte.
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