Analyse
10:00 Uhr, 06.10.2026

1&1 und UNITED INTERNET - Auf dem Weg zum baldigen Squezze-out?

Per Sachkapitalerhöhung tauscht United Internet Darlehensforderungen über 850 Mio. EUR in neue 1&1-Aktien. Der Anteil der Mutter steigt auf 89,32 %.

Bis zur Schwelle, ab der sich Minderheitsaktionäre herausdrängen lassen, fehlen dann nur noch rund 1,4 Mio. Aktien.

Ralph Dommermuth hat bei 1&1 diesmal kein Übernahmeangebot vorgelegt und keine Prämie geboten. Er hat eine Bilanzposition umgebucht. Was United Internet und 1&1 am Montagabend in zwei abgestimmten Meldungen verkündeten, ist formal eine Finanzierungsmaßnahme. Strategisch ist es der bislang größte Schritt in einer Reihe, die seit gut 16 Monaten in dieselbe Richtung weist: zur vollständigen Kontrolle über die börsennotierte Tochter.

Dommermuth führt beide Gesellschaften als Vorstandschef und sitzt damit auf beiden Seiten des Tisches. Umso mehr Gewicht hat die Zustimmung des 1&1-Aufsichtsrats. Für die übrigen Aktionäre ist der Tausch rechnerisch weitgehend neutral, solange man den Börsenkurs als fairen Wert akzeptiert. Die Machtverhältnisse verschieben sich dagegen deutlich.

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