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07:14 Uhr, 09.04.2024

Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

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DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

CHINA - Trotz aller Aufrufe, sich breiter aufzustellen, hat die Abhängigkeit der deutschen Industrie von China auch im Jahr 2023 nicht abgenommen. Das geht aus einer Studie des arbeitgebernahen Instituts für Wirtschaftsforschung (IW) hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. "Wenn wir uns die einzelne industrienahen Produktgruppen mit hohen Abhängigkeiten von China genauer anschauen, können wir kein nennenswertes strukturelles De-Risking der deutschen Wirtschaft erkennen", sagte IW-Forscher Jürgen Matthes der Zeitung. Im Vergleich der Jahre 2022 und 2023 habe es bei der Importabhängigkeit von China zwar gewisse Veränderungen gegeben, deren Wirkung sei aber begrenzt. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) wird am Samstag zu seiner zweiten China-Reise aufbrechen. (Handelsblatt)

FUSSBALL-EM - Der frühere Leiter des Leitungsstabs des Bundesnachrichtendienstes (BND), Gerhard Conrad, warnt vor Anschlägen während der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland durch Anhänger des "Islamischen Staates" (IS). "Das ist ein besonders naheliegendes Anschlagsziel, weil es eine Vielzahl an Angriffsszenarien ermöglicht. Da sind die Stadien oder der öffentliche Nahverkehr, aber auch alle Public-Viewing-Veranstaltungen", sagte Conrad dem Handelsblatt. Als besonders gefährlich stufte Conrad den von Afghanistan aus aktiven IS-Ableger "Provinz Khorasan" (ISPK) ein, der jüngst auch den Anschlag in Moskau verübt haben soll. "Eine ISPK-Arbeitsgruppe für externe Operationen bereitet Anschläge außerhalb Afghanistans vor, die zunehmend auch gegen Europa gerichtet sind." (Handelsblatt)

ENERGIEMARKT - Trotz der gesunkenen Preise für Strom und Gas sieht Filip Thon, Deutschland-Chef des Energiekonzerns Eon, die Gefahr neuer Krisen am Energiemarkt nicht gebannt. "Da reichen Kleinigkeiten, um die Stimmung zu verändern. Die Märkte sind noch immer unruhig", sagte Thon dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wir müssen bedenken, dass nach mehreren sehr milden Wintern auch sehr kalte Winter kommen könnten." Thon forderte die Stromanbieter auf, sich künftig verantwortungsvoller bei der Beschaffung zu verhalten. Die großen Vergleichsplattformen müssten intensiver vor unseriösen Anbietern warnen, anstatt ihnen uneingeschränkt eine Verkaufsplattform zu bieten. (Redaktionsnetzwerk Deutschland)

GASNETZ - Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat Bund und Stadtwerke vor einer übereilten Debatte um den Rückbau kommunaler Gasnetze gewarnt und eine langfristige Versorgungsicherheit der Privathaushalte angemahnt. "Es muss auf alle Fälle gewährleistet sein, dass keinem Gaskunden gegen seinen Willen der Hahn abgedreht wird", sagte der Freie-Wähler-Vorsitzende der Augsburger Allgemeinen. "Diese Debatte löst weitere Verunsicherung bei den Gaskunden aus", kritisierte Aiwanger jüngste Vorstöße aus dem Bundeswirtschaftsministerium. (Augsburger Allgemeine)

KI - Künstliche Intelligenz stellt die Wirtschaftsprüfer in Beratung, Abschlussprüfung und im eigenen Haus vor neue Aufgaben. Es brauche einen sicheren Rechtsrahmen, fordert Melanie Sack, seit Anfang 2024 Leiterin des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) im Interview mit der Börsen-Zeitung. (Börsen-Zeitung)

AKTIENRÜCKKÄUFE/DIVIDENDEN - Dividenden spielen hierzulande eine wesentlich größere Rolle als Aktienrückkäufe. So haben die Unternehmen des DAX und MDAX zwischen 2005 und dem ersten Quartal 2024 zusammen 853 Milliarden Euro an ihre Anteilseigner ausgeschüttet. Davon entfällt ein Großteil auf Dividenden, 15 Prozent bzw 128 Milliarden Euro entfallen auf Aktienrückkäufe, hat das Flossbach von Storch Research Institut errechnet. "Laufen die Geschäfte gut, werden überschüssige Mittel für Rückkäufe eingesetzt", sagt Philipp Immenkötter, Senior Research Analyst bei Flossbach von Storch. (Börsen-Zeitung)

KLIMAWANDEL/EUROPA - Europa benötigt einem Bericht in der Financial Times zufolge Investitionen in Höhe von 800 Milliarden Euro in die Energieinfrastruktur, um die Klimaziele 2030 zu erfüllen und die Industrie wettbewerbsfähig zu halten. Die FT verweist dabei auf einen neuen Bericht des European Round Table for Industry in Brüssel, der am Dienstag veröffentlicht werden soll. Bis 2050 seien 2,5 Billionen Euro notwendig, um die Ziele zu erreichen. (Financial Times)

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