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06:16 Uhr, 11.02.2026

Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

NATO - Deutschland soll künftig in den Nato-Strukturen mehr Gewicht bekommen. So wird in Kreisen der Allianz bestätigt, dass der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, im Sommer 2027 den Vorsitz im Militärausschuss übernehmen soll, dem höchsten militärpolitischen Gremium der Allianz. Dazu gebe es eine Vorabsprache mit den USA und weiteren wichtigen Verbündeten. Der Posten wird im September neu gewählt. Darüber hinaus soll Deutschland auch bei den nach nationalem Schlüssel vergebenen Posten in der Kommandostruktur künftig die meiste Verantwortung tragen. (FAZ)

MADE IN EUROPE - Die Europäische Kommission will europäische Produkte in öffentlichen Ausschreibungen und staatlichen Förderprogrammen künftig gegenüber Produkten aus China und anderen Ländern bevorzugen. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete die Bevorzugung europäischer Produkte in einem Schreiben an die europäischen Regierungschefs, die an diesem Donnerstag zu einem Treffen zur Wettbewerbsfähigkeit zusammenkommen, als "notwendiges Instrument". Es könne helfen, Schlüsselmärkte für Zukunftsprodukte zu schaffen und die Produktion in Europa hochzufahren. Die Pläne dazu sind nach Informationen der FAZ weit gediehen. Industriekommissar Stéphane Séjourné will noch im Februar Vorschläge dazu vorlegen. (FAZ)

ENERGIEWENDE - Deutschland macht Fortschritte bei der Energiewende. Das geht aus dem neuen Energiewende-Monitor des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor, der den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorab vorliegt. Der Monitor analysiert die Entwicklung zentraler Technologien im zweiten Halbjahr 2025. "Die Politik sollte die günstigen Rahmenbedingungen nutzen, statt auf die Bremse zu treten", sagte Studienautor Wolf-Peter Schill, Leiter des DIW-Forschungsbereichs Transformation der Energiewirtschaft". "Auch wenn die Stromnachfrage derzeit langsamer steigt als erwartet: Der Strom wird später fehlen, wenn die Erneuerbaren jetzt nicht kräftig ausgebaut werden." (Funke Mediengruppe)

KLIMAZIELE - Die Bundesregierung gesteht ein, dass Deutschland seine Klimaziele wohl nicht erreichen wird. Trotzdem kann sie noch keine Ideen vorlegen, was dagegen zu tun ist. Das geht aus einem Entwurf zum Klimaschutzprogramm 2026 hervor, den das Umweltministerium von Carsten Schneider (SPD) erstellt hat und welcher der FAZ vorliegt. Zu den gesetzlichen Zielmarken gehören die Treibhausgasneutralität bis zum Jahr 2045 und bis 2030 eine Verringerung der Emissionen um 65 Prozent gegenüber 1990. Beide Ziele seien in Gefahr, heißt es in dem Papier. (FAZ)

VERTEIDIGUNGSPAKT - Die EU und Australien haben die Verhandlungen zu einem Verteidigungs- und Sicherheitspakt abgeschlossen. Das erfuhr das Handelsblatt aus Verhandlungskreisen. Demnach werde nun nur noch ein Datum für die Unterschrift gesucht. Es könne möglicherweise parallel zum Freihandelsabkommen verkündet werden, das noch ausgehandelt wird, sagten EU-Diplomaten dem Handelsblatt. Damit können australische Waffenschmieden nun auch vom 60 Milliarden Euro schweren Rüstungsfonds für die Ukraine profitieren. (Handelsblatt)

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