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06:27 Uhr, 29.01.2026

Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

GASVERSORGUNG - Der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, geht trotz ungewöhnlich niedriger Füllstände der deutschen Gasspeicher nicht von einer Mangellage in diesem Winter aus. "Die Gasspeicherfüllstände sind weiter wichtig, aber kein Indiz für eine Gasmangellage", sagte Müller der Rheinischen Post. "Die Versorgungslage hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Deutschland verfügt über unterschiedliche Importmöglichkeiten. Gasmengen können über Pipelines sowie über die neuen LNG-Terminals importiert werden", erläuterte Müller. Auch die Preise an den Großhandelsmärkten ließen keine Knappheiten erkennen, auch wenn sie zuletzt gestiegen seien. "Die Gasversorgung in Deutschland ist stabil. Wir schätzen die Gefahr einer angespannten Gasversorgung im Augenblick als gering ein", so Müller. (Rheinische Post)

LIEFERKETTENGESETZ - 17 Wirtschaftsverbände unterschiedlicher Branchen fordern die sofortige und vollständige Aussetzung des nationalen Lieferkettengesetzes. Spürbare Entlastungen seien durch die bisherigen Pläne nicht zu erwarten, heißt es in einem Schreiben an Bundestag und Regierung, das dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Hintergrund ist ein Gesetzentwurf, der vor wenigen Tagen erstmals im Bundestag debattiert wurde. Dieser bleibe "weit hinter dem zurück, was die Wirtschaft jetzt benötigt", kritisieren die Verbände. "Die umfangreichen Sorgfaltspflichten in Bezug auf globale Lieferketten bleiben ebenso bestehen wie die Pflicht, unternehmerische Anstrengungen kleinteilig zu dokumentieren", heißt es in dem Schreiben. Insgesamt reichten die bislang vorgesehenen Änderungen nicht aus, "um Unternehmen spürbar zu entlasten". (RND)

BÖRSENCRASH - Die deutsche Finanzaufsicht Bafin hat vor Kursverlusten an den Börsen gewarnt. "Die Bewertungen an den Aktienmärkten erreichen immer neue Rekorde. Dennoch wird es nach unseren Erkenntnissen immer wahrscheinlicher, dass die Finanzstabilität einen Härtetest bestehen muss", sagte Bafin-Präsident Mark Branson am Mittwoch in Frankfurt. Das Potenzial für "plötzliche Markt- und Preiskorrekturen" sei hoch. Die Aufseher verweisen auf die vielen Risikofaktoren, darunter die internationalen Handels- und Militärkonflikte. Die Verschuldung vieler Industriestaaten sei sehr hoch und auch die Börsenwetten auf Künstliche Intelligenz würden Enttäuschungspotenzial bergen. (Süddeutsche Zeitung)

CUM-EX-SKANDAL - Die strafrechtliche Aufarbeitung des Cum-Ex-Skandals droht 2026 auf einen neuen Tiefpunkt zuzusteuern. Die Staatsanwaltschaft Köln rechnet in diesem Jahr lediglich mit wenigen neuen Anklagen im Zusammenhang mit dem Kapitalsteuerbetrugsmodell. "Für die nächsten zwölf Monate halte ich es aktuell für realistisch, dass die Staatsanwaltschaft fünf bis sieben umfangreiche Anklagen erheben kann", sagte Oberstaatsanwalt Tim Engel dem Handelsblatt. Engel leitet die Cum-Ex-Abteilung bei der Staatsanwaltschaft Köln. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt seit 2013 in diesem Komplex und führt derzeit 1700 Beschuldigte. 2026 kommen voraussichtlich zwei Verdächtige vor Gericht. (Handelsblatt)

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