Wochenrückblick – Krypto & Finanzmärkte: Politische Turbulenzen, institutionelle Weichenstellungen und volatile Bitcoin-Stimmung
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Globale Konfliktdynamiken, insbesondere Spekulationen über einen möglichen US-Angriff auf Iran, sorgten für Nervosität an den Märkten und setzten Risiko-Assets wie Bitcoin weiter unter Druck, während klassische Safe-Havens und Energiepreise zulegten. Gleichzeitig sorgten juristische Auseinandersetzungen in den USA und wichtige politische Entscheidungen in Europa für zusätzlichen Gegenwind und verdeutlichten, wie stark Politik und Märkte inzwischen verflochten sind.
Parallel dazu zeichnete sich ein institutioneller Wandel ab: Die CME Group kündigte einen bedeutenden Schritt in Richtung 24/7-Handel für Bitcoin-Futures an und reagierte damit auf eine lange bestehende Schwachstelle im Derivatemarkt. Und auch der oberste US-Gerichtshof schuf mit einer richtungsweisenden Entscheidung zur Illegalität bestimmter Zollmaßnahmen von Ex-Präsident Trump neue rechtliche Orientierungspunkte, die Marktakteure in mehrfacher Hinsicht beschäftigen.
Bitcoin weiter unter Druck – geopolitische Risiken dominieren
Geopolitische Spannungen belasten Risiko-Assets. Spekulationen über einen möglichen militärischen Konflikt zwischen den USA und dem Iran waren diese Woche treibende Kräfte am Markt. Laut Berichten haben die USA ihre militärische Präsenz im Nahen Osten deutlich erhöht, was in Kombination mit steigenden Öl- und US-Dollarpreisen eine klassische Risiko-Aversion ausgelöst hat. Bitcoin bewegte sich erneut nach unten, mit Gewinn- und Kursverlusten auch bei Altcoins wie ETH, XRP und SOL. Diese Entwicklung zeigt, wie stark geopolitische Risiko-Ereignisse die Krypto-Marktdynamik beeinflussen können, gerade in einer Phase, in der makroökonomische Unsicherheiten ohnehin hoch sind.
Bitcoin steht auf dem Weg zu einer potenziellen fünften Wochen mit Verlusten, eine Serie, die zuletzt im Jahr 2022 verzeichnet wurde. Zusätzlich zeigen Vergleiche mit Gold, dass Bitcoin seit Monaten relativ schwächer performt als klassische Edelmetalle, was auf eine anhaltende Risikovermeidung der Anleger hindeutet.
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Regulierung & Politik: Prüfungen, MiCA-Blockaden und geopolitische Einflussnahmen
US-Senatoren prüfen Trumps Krypto-Deals. In Washington haben führende US-Senatoren das US-Finanzministerium aufgefordert, sich mit Beteiligungen einer Trump-nahen Krypto-Firma zu befassen. Es geht um einen bedeutenden 500-Millionen-USD-Deal, der wenige Tage vor Trumps Amtsantritt abgeschlossen wurde und nun auf mögliche nationale Sicherheitsrisiken untersucht werden soll. Die Senatoren fordern eine "umfassende, unparteiische Untersuchung", da es Hinweise auf Verflechtungen mit internationalen Akteuren gibt, die auch mit sensiblen Daten in Verbindung stehen könnten.
Polnischer Präsident blockiert MiCA-Umsetzung erneut. In der EU-Regulierung gab es einen weiteren Rückschlag: Der polnische Präsident hat das nationale Gesetz zur Umsetzung der EU-Krypto-Regulierung MiCA wiederholt blockiert, kurz vor Ablauf einer entscheidenden Frist. Damit bleibt Polen ohne nationales Umsetzungsgesetz und schafft regulatorische Unsicherheit für heimische Anbieter. Dieser Schritt wirft Fragen zur Harmonisierung der EU-Krypto-Regeln auf und könnte potenziell Auswirkungen auf Dienstleister und Investoren im Binnenmarkt haben.
Kryptowährungen & Märkte: Compliance-Kontroversen und ETF-Neuheiten
Die große Krypto-Börse Binance sah sich mit Berichten konfrontiert, wonach über ihre Plattform sanktionsrelevante Transaktionen mit Iran-Bezug abgewickelt worden sein sollen. Binance wies diese Vorwürfe strikt zurück und betonte, dass interne und externe Überprüfungen keine Verstöße ergeben hätten. Die Diskussion beleuchtet erneut die Herausforderungen, vor denen große Handelsplattformen im globalen Compliance-Umfeld stehen.
Institutionelle Innovationen waren ein weiteres Highlight: BlackRock hat Pläne für einen neuen ETF in den USA vorgestellt, der auf Ethereum-Staking setzt und Anlegern potenzielle Renditen von etwa drei Prozent bieten soll. Dieser Schritt könnte Ethereum für traditionelle Anleger attraktiver machen und den Staking-Markt weiter professionalisieren.
Strukturmarkt im Wandel: CME führt 24/7 Bitcoin-Futures ein
Ein bedeutender struktureller Wandel zeichnet sich ab: Die CME Group will ihren Kunden ermöglichen, Bitcoin-Futures, Optionen und ähnliche Kontrakte rund um die Uhr und an allen Wochentagen zu handeln. Vorbehaltlich regulatorischer Freigaben ab Ende Mai. Damit folgt die wichtigste regulierte Derivatebörse dem Vorbild der Spot-Kryptobörsen und schließt eine wichtige Lücke im traditionellen Derivatemarkt.
Warum das wichtig ist: Bisher führten Handelspausen in CME-Derivaten insbesondere am Wochenende zu Absicherungslücken, da Spot-Märkte weiterliefen. Der neue 24/7-Ansatz wird insbesondere institutionellen Anlegern helfen, Risiken kontinuierlich zu steuern und Preisverzerrungen zu vermeiden – ein bedeutender Schritt zur Integration der Krypto-Märkte in etablierte Finanzinfrastrukturen.
Fazit der Woche
Die vergangene Woche war geprägt von einem Spannungsfeld aus geopolitischen Risiken, regulatorischen Prüfungen und strukturellen Marktinnovationen. Bitcoin und andere digitale Assets befinden sich weiterhin in einer kritischen Zone, während institutionelle und politische Kräfte gleichermaßen versuchen, den Kurs der Branche mitzubestimmen. Mit Blick auf kommende Wochen bleibt die Marktstimmung volatil... sowohl politisch als auch strukturell.
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