Kommentar
09:10 Uhr, 29.07.2024

Wie Öl doch nochmals knapp werden kann

Öl bleibt länger relevant, als es vielen recht ist. Von einer Knappheit war allerdings schon lange nicht mehr die Rede. Es ist aber ein Szenario, welches wieder wahrscheinlicher wird.

Der globale Ölverbrauch erreichte zuletzt ein neues Allzeithoch. Global werden etwas über 100 Mio. Barrel pro Tag verbraucht. Kurzfristig wird der Verbrauch weiter ansteigen. Langfristig, so wird gehofft, geht der Verbrauch zurück. Schon jetzt sind die Klimaziele des Pariser Abkommens von 2015 kaum zu erreichen. Um überhaupt einen positiven Effekt zu haben, müsste der Ölverbrauch ab jetzt sehr schnell sinken.

Davon geht niemand aus. Verbrauchsszenarien kennen seit Kurzem wieder nur noch eine Richtung. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu den vergangenen Jahren. Bis vor Kurzem wurde jedes Jahr ein früherer Peak beim Ölverbrauch prognostiziert und ein immer schnellerer Rückgang des Verbrauchs nach dem Peak.

Jetzt verschiebt sich das Jahr, in dem die Welt am meisten Öl verbrauchen soll, wieder weiter in die Zukunft. Das Verbrauchshoch wird ebenfalls nach oben angepasst. Vieles hängt davon ab, wie schnell sich die Elektromobilität durchsetzt. Die Verkaufszahlen waren in den vergangenen Quartalen enttäuschend.

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Über den Experten

Clemens Schmale
Clemens Schmale
Finanzmarktanalyst

Clemens Schmale hat seinen persönlichen Handelsstil seit den 1990er Jahren an der Börse entwickelt.

Dieser gründet auf zwei Säulen: ein anderer Analyseansatz und andere Basiswerte. Mit anders ist vor allem die Kombination aus Global Makro, fundamentaler Analyse und Chartanalyse sowie Zukunftstrends gemeint. Während Fundamentaldaten und Makrotrends bestimmen, was konkret gehandelt wird, verlässt sich Schmale beim Timing auf die Chartanalyse. Er handelt alle Anlageklassen, wobei er sich größtenteils auf Werte konzentriert, die nicht „Mainstream“ sind. Diese Märkte sind weniger effizient als andere und ermöglichen so hohes Renditepotenzial. Sie sind damit allerdings auch spekulativer als hochliquide Märkte. Die Haltedauer einzelner Positionen variiert nach Anlageklasse, beträgt jedoch meist mehrere Tage, oft auch Wochen oder Monate.

Rohstoffe, Währungen und Volatilität handelt er aktiv, in Aktien und Anleihen investiert er eher langfristig. Die Basiswerte werden direkt – auch über Futures – oder über CFDs gehandelt, in Ausnahmefällen über Optionen und Zertifikate.

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