Was tun beim Crash? Oder was Sie schon immer über Börse wissen wollten!
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- Dow JonesKursstand: 16.943,81 Punkte (NYSE) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
Nach dem DAX-Einbruch in den letzten Handelstagen haben die Crash-Propheten wieder Hochkonjunktur. Die Dauer-Pessimisten und Weltuntergangs-Verschwörer, die Gold-Enthusiasten und Dr. Dooms dieser Welt wittern Oberwasser. Sollten Sie jetzt endlich einmal Recht bekommen? Doch selbst wenn die Märkte sich wieder erholen, diejenigen Marktbeobachter, die stets den Crash vor Augen haben, sind einfach nicht klein zu kriegen. Denn Hochkonjunktur haben die Crash-Propheten eigentlich schon seit 1929. Seitdem weiß die Anlegergemeinde, dass trotz der Beteuerungen der Wirtschaftspolitiker und Experten es einmal drastisch abwärts gehen kann. Depression und Massenarbeitslosigkeit, Hyperinflation und Vernichtung von Sparguthaben – das sind die Schreckengespenster, mit denen die diversen Börsenbriefe der Untergangs-Gurus verkauft werden. Und es wird so getan, als ob dieser Untergang mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch kommen muss!
Doch werfen wir einmal einen Blick auf den langfristigen Kursverlauf des Dow Jones.
Der langfristige Aufwärtstrend ist intakt. Und jedes neue Hoch bestätigt nun einmal einen solchen Trend. Natürlich kann ein solcher Trend auch einmal zu Ende gehen – nur weiß niemand, ob das jüngste Hoch das letzte war oder der DOW JONES erst in 30 Jahren unwiderruflich kippt. Weder die Bullen noch die Bären haben eine Ahnung davon, wann der Zeitpunkt des absoluten Tops gekommen ist.
Dabei ist Börse so einfach: Vergessen Sie einfach Ihre und andere Meinungen und handeln Sie einfach das, was Sie sehen. Steigt der Markt und ist ein Aufwärtstrend zu sehen, dann sind neue Hochs und Rücksetzer zu kaufen. Fällt ein Markt und bildet sich ein Abwärtstrend heraus, so sind neue Tiefs und Erholungen zu verkaufen.
Ich kann mich noch gut an 1987 erinnern. Nach dem Crash an der Wallstreet diskutierten die klügsten Köpfe über das Ende der kapitalistischen Finanz-Ordnung, sahen Massenarbeitslosigkeit und verglichen die Situation mit 1929. Andere Experten waren weniger pessimistisch, mahnten aber zur Vorsicht. Die damaligen Wirtschafts-Journale waren voll mit divergierenden Meinungen über die Folgen des Crashs. Eines habe ich damals verinnerlicht: „Es ist vollkommen überflüssig, sich über etwas Gedanken zu machen, dass selbst Professoren, Wirtschaftsminister und Experten nicht verstehen und nicht voraussehen können“. Nur der Markt hat Recht!
Versuchen Sie bitte nicht, Börse zu verstehen. Ein schönes Video von Altmeister Loriot zur Materie "Finanzen":
Die älteren unter meinen Lesern erinnern sich sicherlich auch an die Zeit des kalten Krieges und der Verunsicherung über die weltpolitische Lage, als die Sowjetunion noch als klares Feindbild und Bedrohung angesehen wurde. Damals baute man Bunker im Garten – heute vergräbt man Goldschätze:
Heute ist die Verunsicherung eher global, ein unbestimmtes Gefühl der Massen ist vorhanden, dass etwas nicht stimmt mit der Wirtschaft, Banken und dem „System“. Das Vertrauen in gedrucktes Geld hat gelitten. Doch verfallen Sie auch hier bitte nicht in „Bunkermentalität“. Chancen bietet jede Zeit. Und nochmals: Handeln Sie nur Signale! Warum der DAX steigt oder fällt, ist vollkommen unerheblich. Es passiert einfach. Der Börsenerfolg ist dabei eher eine Folge sekundärer als primärer Kontrolle. Die Börse und deren Kurse können Sie nicht beeinflussen oder gar voraussehen. Es ist lediglich machbar, Folgen von bekannten Kursmustern abzuschätzen und damit die sich hieraus ergebenden Signale zu befolgen. Zum Abschluss ein herrliches Video mit einer Erklärung, wieso bei manchen Meldungen der DAX steigt und fallen kann:
Zum Abschluss nochmals ein Blick auf den Kursverlauf des langfristigen DOW JONES:
Ein Kursmuster mahnt tatsächlich zur Vorsicht: Ein umgekehrtes sehr langfristiges Dreieck. Würde sich der aktuelle Ausbruch aus dem Dreieck als Fehlsignal herausstellen, so würde im worst-case-Szenario der DOW JONES mehr als deutlich fallen können - bis hin zum langfristigen Aufwärtstrend. Dann - endlich - hätten die Crash-Propheten Recht.
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und einen fantastischen Fußballabend am Sonntag! Aber auch dieses Ergebnis können wir nicht voraussehen – der Ball ist rund! Ich drücke der DFB-Elf die Daumen!
Viel Erfolg - Ihr Stefan Salomon
Chartanalyst GodmodeTrader.de
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Sehr guter Artikel. Es gibt jedoch vielschichtige Argumente für beide Seiten. Gewinner werden jene sein, die über die beste Informationskombination verfügen. Und das sind i.d.R. die Big Player. Die USA haben die verlorenen Arbeitsplätze seit 2008 nicht herstellen können. Der Verlust vieler Konsumenten bzw. Kaufkraft dürfte in meinen Augen bei einer eingeleiten Korrektur besonders jene Firmen treffen, die ihre Gewinne in hoher Abhängigkeit der Konsumenten verdienen. Deshalb ist in meinen Augen bei der Auswahl des Investments besonders auf das Geschäftsmodel zu achten. Es wird schwerer für die Investoren. Wobei ich wieder auf den Beweis der erfolgreichen Investmentauswahl von Buffett hinweisen möchte. Einfach mal massiv Short zu gehen in der Spekulation das die Korrektur kommt kann gefährlich werden. Banken haben jedoch einen signifikanten Vorteil im Informationsbereich. Das Firmenkundengeschäft!
toller Artikel und tolle Viedos -selten so gelacht!
Besten Dank und ein erfolgreiches Spiel heute abend