Was haben BROADCOM, BASLER und AIXTRON gemeinsam?
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In welchem Umfeld handeln wir heute?
Die Demokraten haben bei den Midterms beide Kammern des Kongresses erobert. Die Nasdaq-Futures fallen deshalb um rund 2 %, denn der Markt preist strengere Regeln für KI-Rechenzentren und mehr Gegenwind für Trumps Agenda ein. Dabei lieferten AMD, Super Micro und Arista Networks nachbörslich starke Zahlen, und die zeigen: Der KI-Infrastrukturboom ist intakt. Belastend bleiben die 10-jährige US-Rendite bei rund 4,9 %, der Ölpreis (Brent) über 100 USD und der Iran-Konflikt. Halbleiter und Mega-Caps verlieren vorbörslich am stärksten, Solarwerte profitieren, und die Marktbreite bleibt schwach. Rückenwind kommt aus der Statistik: Ein Jahr nach den Midterms lag der S&P 500 seit 1946 jedes Mal im Plus, und November und Dezember zählen saisonal zu den stärksten Monaten. Die kurzfristige Prognose auf Basis der Index-Charts: Fallend, anschließende Erholung möglich.
Mein Plan für den Tag?
Die Futures leiden unter dem Wahlergebnis. Ich bleibe vorerst zu 100 % in Cash und lasse mich von der ersten Reaktion nicht zu schnellen Käufen verleiten. Bereit bin ich trotzdem. Zeichnet sich durch den Rutsch eine starke Übertreibung nach unten ab, etwa ein Ausverkauf unter die 200-Tage-Linie im Nasdaq mit schneller Umkehr, kaufe ich gezielt. Die Saisonalität spricht für das Jahresende, deshalb will ich investiert sein, wenn der Markt dreht.
Auf der Watchlist stehen heute drei Aktien. Und was haben sie gemeinsam? Alle drei kamen gestern im Börsen-Talk auf den Tisch. Broadcom ist der Favorit von Valentin Schelbert, Aixtron und Basler stammen aus der Nebenwertekiste von Sascha Gebhard. Ich lasse mich von den beiden immer wieder gern inspirieren, denn manchmal beginnt ein guter Trade einfach mit gutem Zuhören. Dass zwei der drei Werte aus Deutschland kommen, passt ins Bild: Der deutsche Markt wirkt derzeit etwas stabiler als der US-Markt, und auch das war gestern Thema.
Allen einen guten Start. ✌️
Wie immer, zuerst ein Blick auf die Indizes

Der NASDAQ ist aus seiner Range zwischen rund 28.800 und 30.800 Punkten nach unten herausgefallen und steht jetzt direkt auf der 200-Tage-Linie. Mit den schwachen Futures dürfte er die Linie heute unterschreiten. Entscheidend ist, ob er sie auf Schlusskursbasis zurückerobert. Die nächste Unterstützung ist das Augusttief bei rund 27.200 Punkten.

Der NASDAQ ist in den unteren Kanal der Bollinger Bänder abgerutscht, der ein negatives Umfeld für Trend-Trades signalisiert. Die Bänder öffnen sich nach unten. Erst eine Rückkehr über rund 28.700 Punkte würde das Bild entschärfen.

Der DAX hat sich Ende Oktober über die Horizontale bei rund 25.700 Punkten geschoben und konsolidiert seitdem unter einer fallenden Trendlinie knapp unter 26.000 Punkten. Ein Rücklauf an die Ausbruchsmarke ist heute wahrscheinlich. Hält sie, bleibt der deutsche Markt klar robuster als die US-Indizes.
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Watchlist-Fokus-Charts

BROADCOM – (Doppelboden an der Kanalunterseite)
Broadcom liefert mit maßgeschneiderten KI-Chips und Netzwerktechnik die Infrastruktur, auf die die Hyperscaler setzen. Seit dem Hoch im August läuft die Aktie aber in einem Abwärtskanal unter der 50- und der 200-Tage-Linie. An der Kanalunterseite bei rund 320 USD hat sich in den letzten Tagen ein kleiner Doppelboden gebildet, und dort setze ich an, wenn der Markt mitspielt. Drückt die Futures-Schwäche den Kurs heute noch einmal in diese Zone, wäre eine schnelle Umkehr genau die Übertreibung, auf die ich warte. Einstieg bei einem Intraday-Rücklauf in die Zone um 320 USD, sobald der Kurs wieder anzieht. Der Stop Loss liegt unter 315 USD, unter beiden Tiefs des Doppelbodens.

BASLER – (Earningstrade – EMA-Crossback)
Der Computer-Vision-Spezialist profitiert vom Automatisierungstrend und hat seine Jahresprognose erneut angehoben, auf 295 bis 300 Mio. EUR Umsatz bei 17,5 bis 19,5 % EBIT-Marge. Die heute früh veröffentlichten 9-Monatszahlen bestätigen das, und CEO Hardy Mehl hat selbst gekauft. Nach dem Zahlen-Spike läuft die Aktie jetzt erstmals zurück an die gerade zurückeroberten gleitenden Durchschnitte. Einstieg bei einem Rücklauf in die Zone 22,50 bis 23,00 EUR, sobald der Kurs wieder anzieht. Der Stop Loss liegt unter 21,80 EUR, knapp unter der 200-Tage-Linie.

AIXTRON – (Earnings-Trade – Konsolidierung unter der 50-Tage-Linie)
Laser-Anlagen für die KI-Rechenzentrumskommunikation haben den Auftragseingang auf 275 Mio. EUR mehr als verdoppelt. Seit dem Zahlen-Gap konsolidiert die Aktie eng über den kurzen EMAs und direkt unter der 50-Tage-Linie, und genau dort baut sich Druck auf. Einstieg beim Ausbruch über 35 EUR. Der Stop Loss liegt unter dem Konsolidierungstief bei 32,50 EUR.
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