Kommentar
13:00 Uhr, 16.07.2026

Was bei der Schlacht um die Straße von Hormus Hoffnung auf einen fallenden Ölpreis macht

Teheran blockiert die derzeit noch wichtigste Öl-Wasserstraße der Welt und setzt Washington unter Druck. Doch jede Attacke auf einen Tanker beschleunigt die Entschlossenheit für den Bau von Alternativen, die dem Iran langfristig dieses Druckmittel nehmen.

Der Iran hält derzeit noch den stärksten Hebel der Weltwirtschaft in der Hand, aber wie lange noch und zu welchem Preis? Die Straße von Hormus taugt nur so lange als Druckmittel, wie Öl durch sie fließt. Jeder Angriff auf einen Tanker liefert den Golfstaaten, China und Japan ein weiteres Argument, Milliarden in Umgehungsrouten zu investieren. Teheran gewinnt scheinbar die Schlachten von heute und verspielt dabei die Erpressungsmacht von morgen. Bis 2030 dürfte die Meerenge ihren Status als kritischster Engpass des globalen Ölhandels weitgehend einbüßen.

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