Warum Gold und Silber im Schleudergang Anlegern neue Chancen bietet
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Warum das fundamentale Prognosebild trotz kurzfristiger Turbulenzen positiv bleibt und wie Anleger die aktuelle Konsolidierungsphase strategisch nutzen können.
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„The trend is your friend“ – diese Börsenweisheit gilt an den Rohstoffmärkten derzeit nur für jene, die starke Nerven beweisen. Nach neuen Rekordmarken Ende Januar erlebten Gold und Silber zu Beginn des Februars einen historischen Kursrutsch. Während Gold nach seinem Allzeithoch oberhalb der Marke von 5.500 USD auf rund 4.500 USD abrutsche und nun um die 5.000 US-Dollar-Marke eine Konsolidierung sucht, korrigierte Silber nach einem Hoch bei 122 US-Dollar deutlich Richtung 80 US-Dollar. Dieser „Schleudergang“ markiert jedoch keinen fundamentalen Trendbruch, sondern eine notwendige Bereinigung spekulativer Übertreibungen, bevor strukturelle Nachfragetreiber das Jahr 2026 weiter prägen können.
Zwischen Rekordjagd und Realitätsschock
Das Jahr 2025 markierte für Gold mit einem Plus von über 39 % eines der stärksten Jahre der Geschichte. Doch der Start in den Februar 2026 war von massiven Gewinnmitnahmen geprägt, ausgelöst durch steigende US-Staatsanleiherenditen und einen erstarkenden Dollar. Dennoch bleibt das übergeordnete Bild intakt: Die Weltwirtschaft bewegt sich weiter in Richtung Blockbildung und De-Globalisierung, was Gold als „ultimativen sicheren Hafen“ langfristig stützt. Investoren nutzen Rücksetzer vermehrt zum Aufbau strategischer Positionen, da geopolitische Spannungen, etwa durch neue Handelskonflikte oder US-amerikanische Expansionsbestrebungen, eine anhaltend hohe Risikoprämie rechtfertigen.
Gold: Der Trend bleibt intakt
Das fundamentale Prognosebild für Gold ist trotz der jüngsten kurstechnischen Rückschläge weiterhin positiv besetzt. Ein zentraler Treiber ist das angeschlagene Vertrauen in die Unabhängigkeit der US-Zentralbank Federal Reserve. Angriffe des US-Präsidenten auf die Geldpolitik, wie die versuchte Entlassung von Fed-Gouverneuren und die Platzierung politischer Berater im Board of Governors, belasten das Vertrauen in den Greenback nachhaltig. In einem Umfeld, in dem die Grenze zwischen Fiskal- und Geldpolitik verschwimmt, suchen Anleger Schutz in einem Asset, das nicht beliebig vermehrbar ist.
Hinzu kommt die strukturell starke Nachfrage der Zentralbanken aus Schwellenländern: Allein in den ersten neun Monaten 2025 erhöhten diese ihre Bestände um rund 300 Tonnen. Länder wie China forcieren Goldkäufe gezielt, um ihre Anfälligkeit gegenüber westlichen Sanktionen zu verringern und ihre Währungsreserven zu diversifizieren. Kurzfristig rechnen wir mit Niveaus um die 4.600 USD, bevor die psychologisch wichtige 5.000er-Marke wieder in den Fokus rückt.
Silber: Das spekulative Industriemetall
Silber präsentiert sich im aktuellen Umfeld als das deutlich volatilere Investment. Während Gold als monetärer Anker fungiert, ist Silber zu über 50 % ein Industriemetall und damit unmittelbar an die Konjunktur in den Halbleiter-, Photovoltaik- und Elektrofahrzeugsektoren gekoppelt. Das Problem: Lange Zeit fand das Metall kaum Beachtung, bevor eine massive spekulative Rallye die Preise auf knapp 120 US-Dollar katapultierte. Doch die jüngste Korrektur zeigt die Kehrseite dieses „kleinen Bruders“ von Gold: Silber reagiert weit sensitiver auf wirtschaftliche Eintrübungen und bietet bei weitem nicht denselben Schutzschild wie Gold.
Das Narrativ für Silber bleibt daher skeptisch-spekulativ. Es ist ein reines Momentum-Asset, das zwar enorme Gewinnchancen bietet, aber aufgrund industrieller Abhängigkeiten und eines globalen Angebotsdefizits extreme Risiken birgt. Wer Silber hält, wettet primär auf die industrielle Nachfrage und nimmt dabei eine Volatilität in Kauf, die Gold-Anleger oft abschreckt. Im direkten Vergleich bleibt Silber das „Hochrisiko-Produkt“ unter den Edelmetallen, das sich zwar oft im Windschatten von Gold bewegt, aber bei Richtungswechseln deutlich härter abgestraft wird.
So könnten Anleger handeln
Die aktuelle Konsolidierungsphase markiert einen Punkt, an dem Anleger ihre Portfolios neu kalibrieren sollten.
Während Gold als Basisinvestment zur Absicherung gegen geldpolitische Turbulenzen fungiert, bietet Silber Raum für risikofreudige Trader, die auf industrielle Engpässe und spekulative Rebounds setzen. Investoren, die von einer Fortsetzung des Gold-Aufwärtstrends Richtung 5.000 US-Dollar (und mehr) ausgehen, könnten einen Endlos Turbo Long auf Gold, etwa mit der WKN DU5WLV, in Betracht ziehen. Es könnte sich anbieten, bestehende Long-Positionen mit einem Stop-Loss im Bereich der Marke von 4.400 USD abzusichern.
Wer hingegen die extreme Volatilität von Silber für kurzfristige Trading-Chancen nutzen möchte, sollte dies nur unter strikter Berücksichtigung des industriellen Umfelds tun, etwa mit dem Discount Optionsschein Long mit der WKN DY3XPS. Ein konsequentes Risikomanagement und das Setzen von Stop-Loss-Marken aufgrund der historisch hohen Volatilität bleiben im aktuellen Umfeld unverzichtbar.
Sollte sich die Markterwartung der Anleger nicht erfüllen, kann es zum Totalverlust des Einsatzkapitals kommen – etwa dann, wenn der Kurs des Basiswerts oder des Rohstoffs auf den Basiswert Gold oder Silber Future Contract zu einem beliebigen Zeitpunkt während der Haltedauer stark fällt oder wenn der Emittent den Verpflichtungen aus dem Produkt aufgrund von Insolvenz oder behördlicher Anordnung nicht nachkommen kann.
Erläuterungen und Risikohinweise zu den Produkten
Diese Werbung richtet sich nur an Personen mit Wohn-/Geschäftssitz in Deutschland. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.
Der gemäß gesetzlicher Vorgaben von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge und die zugehörigen endgültigen Bedingungen sind auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de veröffentlicht und können unter https://www.dzbank-derivate.de/DU5WLV bzw. https://www.dzbank-derivate.de/DY3XPS (dort unter „Dokumente“) abgerufen werden. Sie sollten den Prospekt lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Das von der DZ BANK erstellte Basisinformationsblatt ist in der jeweils aktuellen Fassung ebenfalls auf der Internetseite der DZ BANK unter https://www.dzbank-derivate.de/DU5WLV bzw. https://www.dzbank-derivate.de/DY3XPS (dort unter „Dokumente“) abrufbar. Dies gilt, solange das Produkt für Privatanleger verfügbar ist.

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