Warum ein US-Iran-Deal mehrere Monate Zeit braucht
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Ein Abkommen zwischen den USA und Iran erscheint zwar erreichbar, doch nicht schnell. Statt eines Durchbruchs deutet vieles auf Monate intensiver Verhandlungen hin, in denen jeder Fortschritt mühsam errungen werden dürfte.
Nach Einschätzung europäischer und arabischer Golfstaaten könnte es rund sechs Monate dauern, bis ein tragfähiges Abkommen steht. Entsprechend wächst der Druck, die bestehende Waffenruhe über diesen Zeitraum hinaus zu verlängern. Ohne eine solche Verlängerung droht jederzeit eine neue Eskalation, mit unmittelbaren Folgen für die Weltwirtschaft.
Seit Beginn des Konflikts beträgt das Plus beim Ölpreis mehr als 35 %. Im Zentrum der Sorgen steht natürlich die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Schlagadern des globalen Energiehandels, die derzeit faktisch blockiert ist. Bleibt sie geschlossen, drohen nicht nur steigende Energiepreise, sondern auch Verwerfungen bei Transport und Versorgung, mit wachsendem Risiko für die globale Nahrungsmittelversorgung.
Die eigentlichen Streitpunkte
Inhaltlich sind die Differenzen weiterhin erheblich. Die Golfstaaten drängen darauf, Irans Atom- und Raketenprogramm dauerhaft zu begrenzen. Konkret geht es um ein Verbot der Urananreicherung sowie um Einschränkungen bei Langstreckenraketen. Die Sorge vor einem nuklear bewaffneten Iran hat durch die jüngsten Militärschläge eher an Schärfe gewonnen.
Gleichzeitig überwiegt in der Region die Furcht vor einer erneuten militärischen Eskalation. Viele Regierungen setzen daher auf Diplomatie und drängen Washington, diesen Kurs konsequent fortzuführen. Spielräume für Kompromisse sind durchaus erkennbar, etwa durch zeitlich befristete Beschränkungen des iranischen Atomprogramms im Austausch für wirtschaftliche Entlastungen.
Doch selbst ein solcher Ansatz löst nicht alle Probleme. Besonders heikel bleibt die Frage der Kontrolle über die Straße von Hormus sowie nach belastbaren Sicherheitsgarantien für Iran. Beide Punkte gelten als zentrale Hürden auf dem Weg zu einer Einigung.
Hinzu kommt die innenpolitische Dynamik in Teheran. Hardliner könnten versuchen, den diplomatischen Prozess zu torpedieren, sollte er ins Stocken geraten. Auch in Washington wächst der Druck, Fortschritte vorzuweisen, nicht zuletzt wegen der Auswirkungen auf Energiepreise und Inflation.
Fazit: Ein Abkommen ist möglich, aber kaum kurzfristig zu erreichen. Für die Weltwirtschaft bleibt vor allem die Durchfahrt durch die Straße von Hormus entscheidend. Alle weiteren Schritte können dann auch mehr Zeit in Anspruch nehmen. Es dürfte jedoch zäh bleiben, bis eine endgültige Einigung erreicht ist.
Eröffne jetzt Dein kostenloses Depot bei justTRADE und profitiere von vielen Vorteilen:
✓ 50 Euro Startguthaben bei justTRADE
✓ ab 0 € Orderprovision für die Derivate-Emittenten (zzgl. Handelsplatzspread)
✓ 4 € pro Trade im Schnitt sparen mit der Auswahl an 3 Börsen - dank Quote-Request-Order
Nur für kurze Zeit: Erhalte eine Überraschung von stock3 on top!

Keine Kommentare
Die Kommentarfunktion auf stock3 ist Nutzerinnen und Nutzern mit einem unserer Abonnements vorbehalten.