Analyse
16:45 Uhr, 24.09.2026

WACKER CHEMIE: Bullen greifen wieder an

Wacker Chemie stemmt sich gegen den schwachen Gesamtmarkt. Die Aktie hat die 200-Tage-Linie erfolgreich verteidigt. Jetzt rücken 96,25 EUR und 100,00 EUR in den Fokus.

Erwähnte Instrumente

  • ISIN: DE000WCH8881Kopiert
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  • Wacker Chemie AG - WKN: WCH888 - ISIN: DE000WCH8881 - Kurs: 89,000 € (XETRA)
  • Call auf Wacker Chemie - WKN: HM1RDV - ISIN: DE000HM1RDV8 - Kurs: 2,800 € (HSBC)
  • Put auf Wacker Chemie - WKN: DN3QU9 - ISIN: DE000DN3QU96 - Kurs: 1,900 € (DZ BANK)

Bullen-Alarm bei der Aktie der Wacker Chemie AG: Entgegen dem allgemein schwachen Markttrend zeigt sich das Papier des Chemieriesen im bisherigen Wochenverlauf ausgesprochen stark. Bis Donnerstag steht ein Plus von 5,9 % zu Buche. Damit wird die Charttechnik wieder interessant, nachdem der Titel seit Mitte April deutlich korrigiert hatte.

In der Vorwoche wurde bei 82,78 EUR das Monatstief markiert. Am 15. September rutschte die Aktie im Tagesverlauf sogar unter die 200-Tage-Linie. Für die Bullen besonders wichtig: Der Kurs konnte sich intraday wieder fangen und schloss letztlich oberhalb des viel beachteten gleitenden Durchschnitts. Damit hat die ansteigende 200-Tage-Linie ihre Rolle als wichtige Unterstützung erneut bestätigt.

Am vergangenen Montag folgte bereits der nächste Test dieser technischen Unterstützung. Auch dabei hielten die Käufer dagegen. Für Charttechniker ist das ein konstruktives Signal. Solange die 200-Tage-Linie verteidigt wird, bleibt die aktuelle Erholung intakt.

Korrektur hat die Überhitzung abgebaut

Wacker Chemie (Wochenchart)
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Die Korrektur der vergangenen Handelsmonate hatte allerdings auch etwas Positives: Die im April und Mai aufgebaute überkaufte Marktsituation wurde vollständig abgebaut. Die Aktie ist damit aus technischer Sicht wieder auf ein deutlich interessanteres Kursniveau zurückgekommen.

Genau hier könnte für Trader jetzt die spannende Phase beginnen. Nach der Bereinigung der überkauften Lage trifft die Aktie auf eine etablierte Unterstützung. Gelingt es den Bullen, den jüngsten Schwung beizubehalten, rücken auf der Oberseite zunächst die nächsten Widerstände in den Fokus.

Wichtige Schlüsselmarken für Trader:

  • 96,25 EUR als erster Widerstand
  • 100,00 EUR als zweiter Widerstand
  • 85,15 EUR als erste Unterstützung (200-Tage-Linie)
  • 82,85 EUR als zweite Unterstützung und Vorwochentief

Damit ist die technische Ausgangslage relativ klar: Oberhalb der 200-Tage-Linie bleibt das kurzfristige Erholungsszenario aktiv. Ein nachhaltiger Ausbruch über 96,25 EUR würde das Chartbild weiter aufhellen. Die Marke von 100,00 EUR wäre anschließend die nächste psychologisch und technisch relevante Hürde.

Auf der Unterseite sollten Trader dagegen genau hinsehen: Ein erneuter Rutsch unter die 200-Tage-Linie würde das positive Signal deutlich eintrüben. Fällt anschließend auch das Vorwochentief bei 82,85 EUR, wäre die aktuelle Stabilisierung technisch infrage gestellt.

Fundamentaldaten liefern gemischtes Bild

Fundamental fällt das Bild weniger eindeutig aus. Die Analysten bewerten Wacker Chemie unterschiedlich. Das durchschnittliche Rating lautet „Halten“, das mittlere Kursziel liegt bei rund 91,50 EUR.

Negativer eingestellt zeigt sich die DZ Bank mit dem Rating „Halten“ und einem Kursziel von 89 EUR, nachdem zuvor 85 EUR aufgerufen wurden. „Mit dem Strategieprogramm ‚Refocus‘ stärkt der Spezialchemiekonzern seine Ertragsperspektive“, so die Banker am Mittwoch.

Aktuell kalkulieren die Fundamentalanalysten mit einem KGV (2027e) von 28 und einer Dividendenrendite von 1,4 %. Fundamental ist die Aktie damit wahrlich kein Schnäppchen. Für kurzfristig orientierte Trader muss das allerdings nicht automatisch ein K.-o.-Kriterium sein. Entscheidend bleibt zunächst, ob die Aktie ihre technische Erholung fortsetzen kann.

Mein Fazit: Die Charttechnik gibt aktuell den Takt vor! Die Aktie der Wacker Chemie AG steht technisch vor einer interessanten Bewährungsprobe. Die Verteidigung der 200-Tage-Linie ist zunächst ein positives Signal. Solange der Kurs oberhalb von 85,15 EUR bleibt, können die Bullen auf einen Anlauf in Richtung 96,25 EUR und anschließend 100,00 EUR setzen.

Für Trader bietet sich damit ein klar definiertes Setup mit überschaubaren technischen Marken. Gleichzeitig sollte das Risiko nicht ausgeblendet werden: Unterhalb der 200-Tage-Linie verliert das bullische Szenario an Qualität, unter 82,85 EUR wäre die jüngste Stabilisierung deutlich beschädigt.

Fundamental spricht das Bewertungsniveau nicht für einen offensichtlichen Schnäppchenkauf. Der aktuelle Case lebt daher vor allem von der Charttechnik. Für eine Positionierung ist entsprechend entscheidend, ob die Aktie die genannten Unterstützungen verteidigt und auf der Oberseite die Widerstände tatsächlich überwinden kann.

Strategien

Auf den beschriebenen Basiswert gibt es verschiedene Derivate, mit denen Du auf steigende oder fallende Kurse spekulieren kannst. Nachfolgend nenne ich Dir zwei mögliche Strategien:

Long (Spekulation auf steigende Kurse): Call Warrant (Optionsschein) – Basis: 80,00 EUR – Laufzeit bis: 13.12.2028 – Omega: 2,2 – ISIN: DE000HM1RDV8

Short (Spekulation auf fallende Kurse): Put Warrant (Optionsschein) – Basis: 95,00 EUR – Laufzeit bis: 17.12.2027 – Omega: 2,0 – ISIN: DE000DN3QU96

Das Team

Der Optionsscheine Expert Trader verfolgt regelmäßig die Kurse deutscher und internationaler Einzelwerte und Indizes und spricht bei Bedarf konkrete Kauf- und Verkaufsanregungen aus, die Leser des Optionsscheine Expert Trader unmittelbar umsetzen können. Damit wird ein transparentes Trading gewährleistet. Seit der ersten Ausgabe des Optionsscheine Expert Trader im Oktober 2019 weisen rund 82 % der abgeschlossenen Positionen einen Gewinn aus. Hier findest Du Infos zum Produkt.

Transparenzhinweis: Die im Artikel vorgestellten Derivate werden durch die Redaktion ausgesucht. Wir arbeiten aber mit ausgewählten Emittenten zusammen, die mit der stock3 AG in einer Geschäftsbeziehung stehen.

Bitte beachte: Der Handel mit Derivaten ist mit einem erheblichen Risiko verbunden und kann unter Umständen zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen.

Offenlegung der Chefredaktion der stock3 AG wegen möglicher Interessenkonflikte

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