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Kommentar
09:07 Uhr, 23.07.2026

Vossloh: Auftragseingang macht Hoffnung

Die endgültigen Halbjahreszahlen von Vossloh bestätigen die bereits angekündigten schwachen Eckdaten und die gesenkte Jahresprognose. Das Umsatzwachstum von 19 % im ersten Halbjahr war ausschließlich auf die Übernahme von Sateba zurückzuführen. Organisch verzeichnete das Unternehmen hingegen einen leichten Rückgang, bedingt durch verzögerte Abrufe aus Rahmenverträgen, eine insgesamt verhaltene Nachfrage sowie steigende Materialkosten entlang der Lieferkette. Im zweiten Quartal legte der Umsatz währungsbereinigt zwar um 61 % zu, getragen von Sateba, während das Kerngeschäft leicht um 2 % schrumpfte.

Auch die Profitabilität blieb hinter den Erwartungen zurück. Höhere Materialkosten drückten die Bruttomarge im ersten Halbjahr von 27,2 % auf 26,2 %. Gleichzeitig belasteten geringere Produktionsvolumina die Auslastung der Fixkosten. Das EBIT sank im zweiten Quartal um 14 % gegenüber dem Vorjahr, die EBIT-Marge lag bei 8,1 %. Schwach entwickelte sich insbesondere das Geschäft mit Bahndienstleistungen (Lifecycle Solutions), dessen Umsatz trotz besserer Wetterbedingungen und höherer Planungssicherheit bei den Instandhaltungsbudgets der Deutschen Bahn noch 8 % unter dem Vorjahresniveau lag.

Der Blick der Investoren dürfte sich daher auf das Geschäftsjahr 2027 richten. Positiv hervorzuheben ist der organische Auftragseingang, der im zweiten Quartal um 28 % zulegte. Zusammen mit einem Rekord-Auftragsbestand spricht dies für eine deutliche operative Belebung in den kommenden Jahren und untermauert die mittelfristigen Wachstumsperspektiven des Bahninfrastruktur-Spezialisten.


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