VOLKSWAGEN - Die Herausforderungen sind KRASS!
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- Volkswagen AG Vz. - WKN: 766403 - ISIN: DE0007664039 - Kurs: 68,400 € (XETRA)
Volkswagen produziert in Deutschland deutlich teurer als in Portugal und China, während chinesische Automarken in Europa Marktanteile gewinnen. Der Werksvergleich zeigt in Emden liegen die Fabrikkosten je Fahrzeug bei 4.850 Euro, in Palmela bei 2.385 Euro und in Tianjin bei 1.078 Euro. Damit ist Emden in dieser Kennzahl rund viereinhalbmal so teuer wie Tianjin.
Die Unterschiede ziehen sich durch sämtliche ausgewiesenen Kennzahlen. Eine Fertigungsarbeitsstunde kostet in Emden 74 Euro, in Palmela 37 Euro, in Tianjin 12 Euro. Die jährliche effektive Arbeitszeit beträgt 1.282, 1.419 beziehungsweise 2.065 Stunden. Gleichzeitig liegt der Krankenstand bei 10,5%, 4,1% und 1%. Pro Beschäftigtem werden jährlich 29 Fahrzeuge in Emden, 39,9 in Palmela und 51,3 in Tianjin produziert. Auch Strom ist am deutschen Standort teurer. 15 bis 23 Cent je Kilowattstunde, gegenüber 10 bis 16 Cent in Portugal und 6 bis 10 Cent in China. Die Zahlen sind hart.
Hohe Produktionskosten treffen auf schwindende Marktanteile. Volkswagen steht damit gleichzeitig unter Kosten- und Wettbewerbsdruck. Bemerkenswert ist der Vergleich mit Portugal, schon auch innerhalb Europas liegen die ausgewiesenen Fabrikkosten pro Fahrzeug nur etwa halb so hoch wie in Emden.
Das technische Big Picture der Aktie sieht derzeit noch immer nicht gut aus.
Der Dekaden-Key-Support bei 87,00 EUR wurde in den zurückliegenden Monaten aufgegeben. Davor konnte die Aktie mit Ach und Krach gut ein Jahr lang die wichtige Preismarke verteidigen. Durch den Bruch der 87er Marke ist im langfristigen technischen Signalbild enormer Schaden entstanden. Wenn langsam keine Stabilisierung gelingt, ist das für das langfristige Bild nicht gut. Es muss bald eine Wende her, der Konzern muss kompetitiver werden.


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