Kommentar
17:10 Uhr, 16.05.2026

Verwirrung in Bhutan: Königreich dementiert Bitcoin-Verkäufe

Das Königreich Bhutan dementiert Bitcoin-Verkäufe, und das, obwohl On-Chain-Daten etwas anderes behaupten. Liegt ein riesiges Missverständnis vor?

Erwähnte Instrumente

  • ISIN: XC000A2YY636Kopiert
    Aktueller Kursstand:   (Coinbase Advanced)
    VerkaufenKaufen

    Schnell. Sicher. Direkt.Trading über stock3 war noch nie so einfach. 

    Mehr erfahren Nein, danke

Bhutan hat Berichte über umfangreiche Bitcoin-Verkäufe durch den staatlichen Investmentfonds Druk Holding and Investments (DHI) zurückgewiesen. Hintergrund sind Daten der Analyseplattform Arkham Intelligence, wonach Wallets, die seit Jahren Bhutan zugeordnet werden, seit Mitte 2025 Bitcoin im Wert von mehr als einer Milliarde US-Dollar transferiert haben sollen. Laut Arkham sank der Bestand der Wallets von rund 13.000 Bitcoin im Oktober 2024 auf zuletzt etwa 3.100 Bitcoin. Die Transfers seien unter anderem an Börsen und Tradingfirmen erfolgt.

Nun meldet sich jedoch DHI-Chef Ujjwal Deep Dahal und dementiert Verkäufe. Gegenüber Coindesk sagte er: “Ich erinnere mich nicht, wann wir das letzte Mal Bitcoin verkauft haben.” Eine weitergehende Stellungnahme zu den konkreten Wallet-Bewegungen blieb aus.

Die Quelle der Meldungen zu Verkäufen beruht auf Auswertungen der Blockchain-Analysefirma Arkham, die die Walletbewegungen seit Jahren dem südostasiatischen Königreich zuordnet. Das Unternehmen verweist gegenüber Coindesk darauf, dass Transfers an zentrale Handelsplattformen typischerweise auf Verkäufe hindeuten. Gleichzeitig räumt Arkham ein, dass Onchain-Daten allein keinen endgültigen Nachweis für tatsächliche Verkäufe liefern.

Lest auch

Basis für Identität und reale Assets Ethereum als Staatsinfrastruktur? Bhutan wagt den Testlauf

Bitcoin zur Finanzierung einer Sonderwirtschaftszone?

In der Vergangenheit führte man die mutmaßlichen Verkäufe auf eine Ankündigung zurück, wonach Bhutan 10.000 Bitcoin zur Finanzierung einer neuen Stadt, der Gelephu Mindfulness City, nutzen wollte.

Der Bau der Sonderverwaltungszone im Süden des Landes begann bereits 2024. Ziel sei der Aufbau eines neuen Wirtschaftszentrums. Damit soll unter anderem die Abwanderung qualifizierter junger Fachkräfte reduziert werden, hieß es damals zur Begründung.

Inwiefern tatsächlich Bitcoin aus der eigenen Reserve in das Projekt flossen, ist jedoch unklar.

Du willst auch die Artikel mit dem + lesen? Dann hol Dir BTC-ECHO Plus+

Mit Deinem Abo bekommst Du:

  • Unbegrenzten Zugang zu allen Inhalten
  • Exklusive Artikel, Interviews & Analysen
  • Detaillierte Reports & Hintergrundberichte
  • Technische Chartanalyse & Kursziele

Es sollen noch mehr Vorteile sein? Via Web und App hast Du geräteübergreifend Zugriff auf alle Beiträge. Damit verschaffen wir Dir ein optimales Lesevergnügen und du bleibst jederzeit flexibel.

Werde jetzt BTC-ECHO Plus+ Mitglied!