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Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

DEUTSCHE BANK - Die massiven Probleme bei der IT-Umstellung der Postbank könnten für einige Spitzenkräfte des Instituts ein Nachspiel haben. Der Aufsichtsrat der Bank hat nach Handelsblatt-Informationen den eigenen Wirtschaftsprüfer EY damit beauftragt, die Verantwortlichkeiten für das Service-Debakel der Postbank zu überprüfen. Der Schritt geschehe auf Wunsch von Aufsichtsratschef Alex Wynaendts, erfuhr das Handelsblatt aus Finanzkreisen. Die Deutsche Bank wollte sich zu den Informationen nicht äußern. Die externe Untersuchung durch EY könnte für die Verantwortlichen Folgen haben. Denn das Ergebnis könne darüber mitentscheiden, ob und wem im Zweifel der Bonus gekürzt werde, sagten Insider. (Handelsblatt)

LUFTHANSA - Mit der neuen FirstClass-Einrichtung führt der Konzern abschließbare Kabinen für die zahlungskräftigsten Kunden ein und will in Sachen Luxus zur Weltspitze aufschließen, denn mancher außereuropäische Beförderer hat die feudalen Kabinen schon. Doch das mehr an Premium, das sich Lufthansa verordnet hat, hat eine Kehrseite: mehr Gewicht. Die erdachte First Class passt nicht ohne Weiteres in den Jumbojet, sie ist zu schwer. In diesem Frühjahr wurde das Einrichtungskonzept "Allegris", das 27.000 neue Sitze für Langstreckenflüge umfasst, pompös vorgestellt. Im kommenden Jahr sollen erste Passagiere die neuen Polster erleben. Nun wird schon vorher umentwickelt - zumindest für die First Class der 747-Flugzeuge. Intern soll Vorstandschef Carsten Spohr eingeräumt haben, dass es weitere Verzögerungen gebe. (FAZ)

TELEKOM/VODAFONE - Der Chef von Vodafone Deutschland wirft der Deutschen Telekom vor, den Glasfaser-Ausbau zu behindern. Philippe Rogge sagte der Süddeutschen Zeitung, die Deutsche Telekom zwinge "uns zu sinnloser Baggerei". Denn die Telekom kontrolliere, wer Leerrohre unter den Straßen nutzen dürfe, die "vor vielen Jahren an zahlreichen Orten auch von der Bundespost verlegt worden" seien. Wollten andere Konzerne Glasfaser-Kabel in die Rohre legen, müssten sie der Telekom "beträchtliche" Gebühren zahlen. Zudem plane der Ex-Monopolist, diese Gebühren zu erhöhen. (Süddeutsche Zeitung)

INTEL - Trotz der ungewissen Haushaltslage der Bundesregierung hält der amerikanische Chiphersteller Intel an seinen Plänen für den Bau eines großen Werkes in Magdeburg fest. "Wir sind entschlossen, unser Vorhaben in Magdeburg wie geplant durchzuziehen", sagte Keyvan Esfarjanai, für den Bau der Fabrik zuständiges Vorstandsmitglied von Intel, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Zusammen mit Siemens will Intel das Werk optimieren. (FAZ)

FRANKREICHS BANKEN - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Kapitalanforderungen für mehrere französische Banken im Rahmen des jährlichen Bankenprüfungsprozesses erhöht. Das teilten die betroffenen Gruppen gesondert voneinander mit. Betroffen sind die Credit Agricole, BNP Paribas sowie Societe Generale, die alle 2024 eine höhere harte Kernkapitalquote CET1 vorweisen müssen als 2023. (Börsen-Zeitung)

DZ BANK - Die DZ Bank hat als erstes deutsches Institut den Einstieg in das neue Zahlverfahren "Request to Pay" geschafft. Dieses verspricht gerade für Firmenkunden eine Prozessbeschleunigung im Rechnungsmanagement. (Börsen-Zeitung)

PICTET - Die Schweizer Privatbank hat sich mit den US-Behörden auf die Zahlung von 123 Millionen US-Dollar geeinigt. Die Bank hat zugegeben, US-Kunden zwischen 2008 und 2014 geholfen zu haben, mehr als 5,6 Milliarden US-Dollar in geheimen Konten vor dem Zugriff der US-Steuerbehörden geschützt zu haben. (Financial Times)

SIGNA - Die Schweizer Privatbank Julius Bär ist nicht die einzige Bank, die Probleme mit der Signa-Krise bekommen könnte. Auch bei deutschen Banken wird eine mögliche Benko-Pleite Spuren hinterlassen, wenngleich kein Institut in seiner Existenz gefährdet ist. (Süddeutsche Zeitung)

WIRECARD - Der Untergang des Zahlungsdienstleisters kostete Aktionäre Milliarden. Nun weiten einige von ihnen ihre Klagen gegen die Wirtschaftsprüfer von EY aus. Man habe zahlreiche Klagen gegen die EY-Muttergesellschaft in London eingereicht, die ersten würden vom Landgericht München I gerade zugestellt, sagte der Münchner Anlegeranwalt Peter Mattil der SZ. (SZ)

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