Kommentar
13:50 Uhr, 25.10.2023

UNIPER - Zockeraktie mit wilden Ausschlägen nach Ausblick

Nach der Ankündigung einer Kapitalherabsetzung folgt die Konkretisierung der Jahresprognose: Die Uniper-Aktie bleibt ein Spielball von Zockern.

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  • Uniper
    ISIN: DE000UNSE026Kopiert
    Kursstand: 4,298 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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  • Uniper - WKN: UNSE02 - ISIN: DE000UNSE026 - Kurs: 4,298 € (XETRA)

Über die Kapitalherabsetzung der verstaatlichten Uniper, welche einen Kurssturz der Aktie zur Folge hatte, berichtete mein Kollege Sascha Gebhard vor knapp einer Woche. Heute schließt der Wert das damals gerissene Downgap. Die Zocker feiern eine Konkretisierung der Unternehmensprognose.

So meldete das Management, dass es für das Jahr 2023 von einem bereinigten EBIT zwischen 6 und 7 Mrd. EUR ausgehe, der bereinigte Jahresüberschuss dürfte eine Spanne zwischen 4 und 5 Mrd. EUR erreichen. Bislang hatten die Verantwortlichen nur grob von einem "mittleren Milliardenbetrag" gesprochen.

Nach vorläufigen Zahlen erzielte der Energiekonzern in den abgelaufenen neun Monaten 2023 ein bereinigtes EBIT von 5,484 Mrd. EUR. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Minus von 5,086 Mrd. EUR angelaufen. Der bereinigte Konzernüberschuss hat ebenfalls von -3,445 auf +3,741 Mrd. EUR gedreht.

Uniper profitiert nach eigenen Angaben weiterhin von Sicherungsgeschäften, insbesondere in den Bereichen der Stromerzeugung aus Kohle- und Gaskraftwerken, sowie im Gas-Midstream-Geschäft. Der Konzern hatte zuvor durch Termingeschäfte offene Gaslieferverpflichtungen infolge der Kürzung russischer Gaslieferungen erfolgreich abgesichert. Dieser positive Einmaleffekt setzte sich im dritten Quartal fort und stützt die Ergebnisse im laufenden Geschäftsjahr.

Fazit: Gezockt werden darf an der Börse immer, wenn die Höhe des Einsatzes stimmt. Uniper fällt in diese Kategorie der Zockeraktien. Für mehr als das Schließen der Kurslücke im Chart hat es bislang aber nicht gereicht. Investoren schauen sich das Schauspiel in jedem Fall nur von der Seitenlinie an. Für Unterhaltung dürfte auch in den kommenden Monaten gesorgt sein.

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Über den Experten

Bastian Galuschka
Bastian Galuschka
Chefredakteur

Bastian Galuschka ist seit über 20 Jahren an der Börse aktiv. Er entdeckte bereits zu Schulzeiten seine Leidenschaft für die Börse. Über fünf Jahre lang war der Diplom-Volkswirt als Redakteur bei einem bekannten Anlegermagazin tätig und verantwortete dort den Bereich Charttechnik. Seit März 2013 verstärkt er die Redaktion der stock3 AG. Bastian Galuschka kombiniert bei seinen Analysen gerne Fundamentaldaten mit charttechnischen Aspekten. Gerade im Smallcapbereich hat sich der Analyst über viele Jahre ein fundiertes Wissen aufgebaut. Seit Juni 2023 ist Galuschka Chefredakteur von stock3.

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