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09:00 Uhr, 20.03.2026

ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Deutsche Erzeugerpreise zeigen im Februar schwachen Preisdruck

Im Februar hat es auf der Produzentenebene in Deutschland nur einen schwachen Preisdruck gegeben. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Erzeugerpreise um 0,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Volkswirte hatten ein Minus von 0,3 Prozent erwartet. Gegenüber dem Vorjahr ergab sich ein Rückgang um 3,3 Prozent. Die Prognose hatte auf ein Minus von 2,3 Prozent gelautet. Auf die Februar-Ergebnisse der Erzeugerpreise hatten die Kriegshandlungen im Iran und dem Nahen Osten seit dem 28. Februar 2026 keinen Einfluss, wie die Statistiker erklärten.

Umsatz im Gastgewerbe sinkt im Januar

Das Gastgewerbe in Deutschland hat im Januar nach Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kalender- und saisonbereinigt real 3,9 Prozent weniger umgesetzt als im Dezember. Nominal blieb der Umsatz unverändert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank der Umsatz real um 5,0 Prozent und stieg nominal um 2,0 Prozent.

EZB könnte im Juni Optionen für Zinserhöhung prüfen

Eine Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank sei zwar ein Risiko, aber der Juni sei ein wahrscheinlicherer Zeitpunkt für eine Überprüfung, falls der Konflikt im Nahen Osten andauere, schreibt Jussi Hiljanen von SEB in einer Research Note. Der Chef-Zinsstratege erwarte, dass die Risiken weiterhin in Richtung eines weiteren Anstiegs der Markterwartungen für den Leitzins der EZB tendieren, was das kurze Ende der Renditekurve deutscher Staatsanleihen noch weiter nach oben treiben würde.

China lässt maßgebliche Kreditzinssätze unverändert

Chinas Zentralbank hat die maßgeblichen Kreditzinssätze am Freitag unverändert gelassen, wie offizielle Daten zeigen, da die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt das Jahr auf solider Grundlage begann und gleichzeitig ein niedrigeres Wachstumsziel festlegte. Der einjährige Leitzins für Kredite blieb bei 3,0 Prozent und der fünfjährige Satz bei 3,5 Prozent, teilte die People's Bank of China mit. Beide Zinssätze verharren seit Mai letzten Jahres auf diesem Niveau.

BoJ dürfte gelassen bleiben - Risiken nehmen zu

Der Zeitpunkt des nächsten Schrittes der Bank of Japan (BoJ) sei angesichts der Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt und den Energiepreisen unklarer als gewöhnlich, meinen die Analysten von Macquarie. Die Zentralbank hat diese Woche beschlossen, die Zinsen unverändert zu lassen, sich aber die Tür für eine weitere Straffung in den kommenden Monaten offengehalten. Notenbankgouverneur Ueda habe auf das Risiko hingewiesen, dass steigende Rohölpreise die Terms of Trade verschlechtern, die Wirtschaft belasten und die Inflationserwartungen in die Höhe treiben könnten.

US-Regierung plant keine Exportbeschränkungen für Öl und Gas

Die US-Regierung plant keine Exportbeschränkungen für Öl und Gas trotz des historischen Energieschocks. "Um es klar zu sagen: Die Trump-Administration hat keine Pläne, Beschränkungen für Öl- und Gasexporte einzuführen", schrieb Energieminister Chris Wright in den sozialen Medien. Innenminister Doug Burgum veröffentlichte einen ähnlichen Beitrag. Die Differenz zwischen den Preis-Benchmarks für amerikanische und globale Öl-Futures war in den vergangenen Tagen auf den höchsten Stand seit Jahren gesprungen.

Golfstaaten fangen zahlreiche Drohnen und Raketen ab

Die Golfstaaten haben zahlreiche Drohnen und Marschflugkörper abgefangen. Wie das saudische Verteidigungsministerium mitteilte, hat das Militär knapp zwei Dutzend Drohnen abgefangen. In Bahrain fielen Trümmerteile auf ein Lagerhaus, das Feuer sei aber unter Kontrolle gebracht worden, so die Regierung. Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate erklärte, es fange Raketen und Dohnen ab und forderte die Öffentlichkeit auf, sich an die Sicherheitsanweisungen zu halten.

Katars LNG-Exportkapazität sinkt durch Iran-Angriff um 17 Prozent

Die Luftschläge aus dem Iran auf Flüssigerdgasanlagen in Ras Laffan haben die Exportkapazitäten des Golfstaates Katar um 17 Prozent geschmälert. Eine Reparatur wird laut dem Energieminister des Landes drei bis fünf Jahre dauern. Die Angriffe haben zwei Flüssigerdgas-Produktionsanlagen beschädigt, in beiden Fällen ein Joint Venture mit dem US-Ölriesen Exxon Mobil. Ihr Ausfall wird laut Energieminister Saad Sherida Al-Kaabi, der auch CEO von QatarEnergy ist, jährliche Einnahmeverluste von etwa 20 Milliarden US-Dollar verursachen.

+++ Konjunkturdaten +++

GB/Finanzsaldo öffentl. Hand (PSNB) Feb +14,3 Mrd GBP (Vj: +12,1 Mrd GBP)

GB/Finanzsaldo öffentl. Hand (PSNB) Feb PROGNOSE: +9,3 Mrd GBP

GB/Nettomittelbedarf öffentl. Hand (PSNCR) Feb +7,6 Mrd GBP (Vj: +6,8 Mrd GBP)

DJG/DJN/apo

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