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09:32 Uhr, 20.03.2026

BdB: Deregulierung in USA und Großbritannien erhöht Druck auf Europa

DOW JONES--Die Entscheidung der US-Notenbank, große Banken regulatorisch zu entlasten, erhöht nach Aussage des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) den Handlungsdruck für Europa. "Während die Vereinigten Staaten ebenso wie das Vereinigte Königreich ihre Regulierung überprüfen und gezielt anpassen, darf die Europäische Union nicht ins Hintertreffen geraten", heißt es in einer Stellungnahme der Interessenvertretung deutscher Privatbanken.

Die Federal Reserve weise ausdrücklich darauf hin, dass stetig steigende Kapitalanforderungen die Finanzierung der amerikanischen Wirtschaft zunehmend belasten könnten. Sowohl die Federal Reserve als auch die britische Bankenaufsicht rückten daher die Wettbewerbsfähigkeit der Banken stärker in den Fokus ihrer Regulierungspolitik. "Das nun in den USA beschlossene Reformpaket wird nicht zuletzt die internationale Wettbewerbsposition des US-Finanzsystems stärken."

BdB-Hauptgeschäftsführer Heiner Herkenhoff erklärte: "Die Botschaft für Europa ist eindeutig: Unsere Wirtschaft braucht leistungsfähige und international konkurrenzfähige Banken. Jede regulatorische Entlastung für Finanzinstitute außerhalb Europas verändert die Ausgangslage im globalen Wettbewerb." Nach den bisherigen Plänen würden die Kapitalanforderungen für die hiesigen Banken Jahr für Jahr weiter ansteigen. Diese Entwicklung müsse die Europäische Kommission so schnell wie möglich stoppen.

Kontakt: hans.bentzien@dowjones.com

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