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09:00 Uhr, 13.03.2026

ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Großhandelspreise steigen im Februar um 1,2 Prozent

Die Preise im deutschen Großhandel haben im Februar um 1,2 Prozent höher gelegen als im Februar des Vorjahres. Im Januar sowie im Dezember hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat ebenfalls bei 1,2 Prozent gelegen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Binnen Monatsfrist stiegen die Großhandelspreise im Februar um 0,6 Prozent.

Deutschland wahrscheinlich wichtigstes Zielland für Flüchtlinge

Sollte es infolge des Krieges im Iran und im Libanon zu grenzüberschreitenden Fluchtbewegungen kommen, dürfte Deutschland das wichtigste Zielland sein, schreibt die Rockwool Foundation Berlin in einem neuen Bericht. Kanada sei ein weiteres bevorzugtes Ziel, gefolgt von Großbritannien, der Türkei, Frankreich und Australien. Deutschland ist das beliebteste Zielland für potenzielle Auswanderer aus dem Iran, 28 Prozent nennen Deutschland als wahrscheinlichstes Zielland, gefolgt von Kanada mit 13 Prozent, der Türkei mit 10 Prozent, Großbritannien mit 6 Prozent und Frankreich mit 6 Prozent.

Britische Wirtschaft stagniert im Januar

Die britische Wirtschaft ist im Januar auf der Stelle getreten, wobei eine nachhaltige Rückkehr zu einem moderaten Wachstum durch den Anstieg der Energiepreise und die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten weiter behindert werden dürfte. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stagnierte im Januar auf dem Niveau des Vormonats, verglichen mit einem Anstieg von 0,1 Prozent im Dezember, wie das Amt für nationale Statistik mitteilte. Damit wurde die Konsensprognose von Ökonomen verfehlt, die einen Anstieg von 0,2 Prozent erwartet hatten.

USA erlauben Ländern vorübergehend Kauf von russischem Öl

Die USA werden es Ländern vorübergehend erlauben, russisches Öl zu kaufen, das sich bereits auf See befindet. Damit soll das Angebot erhöht und der Preisdruck verringert werden. Finanzminister Scott Bessent schrieb am Donnerstag in einem Beitrag auf X, die Ausnahme von den Sanktionen sei eine "eng gefasste, kurzfristige Maßnahme", die "nur für Öl gilt, das sich bereits auf dem Transportweg befindet, und der russischen Regierung keinen nennenswerten finanziellen Vorteil verschaffen wird". Die Käufe sind laut einer Mitteilung des Finanzministeriums bis zum 11. April erlaubt.

Australien gibt Treibstoff aus Notreserven frei

Australien wird Treibstoff aus seinen heimischen Reserven freigeben, um Engpässe in Teilen des Landes zu lindern. Energieminister Chris Bowen sagte, Australien werde rund 762 Millionen Liter Benzin und Diesel aus Beständen des Privatsektors freigeben, etwa 20 Prozent der Menge, die der Privatsektor als Reserve vorhalten muss. Die Freigabe entspricht bis zu 5 Millionen Barrel Öl und wird zur koordinierten Freigabe globaler Reserven der Internationalen Energieagentur beitragen. "Wir sehen weiterhin, dass erwartete Schiffe in unseren Häfen ankommen", sagte Bowen, fügte aber hinzu, dass ein enormer Anstieg der Nachfrage zu lokalen Engpässen geführt habe.

Trump: USA zerstören das Regime im Iran

US-Präsident Donald Trump hat seine seine Rhetorik gegenüber dem Iran verschärft. Er schrieb am Freitag in einem Beitrag auf Truth Social, dass die USA das "terroristische Regime des Iran" militärisch und wirtschaftlich "völlig zerstören" werden. Er warnte die Führung des Landes, dass die USA über "beispiellose Feuerkraft, unbegrenzte Munition und viel Zeit" verfügten. "Beobachten Sie, was heute mit diesen gestörten Dreckskerlen passiert", sagte er. "Sie haben 47 Jahre lang unschuldige Menschen auf der ganzen Welt getötet, und jetzt töte ich sie, als der 47. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika."

US-Tankflugzeug im Irak abgestürzt

Ein US-Tankflugzeug ist im Westen des Irak abgestürzt. Das US-Militär teilte nicht mit, ob die Besatzungsmitglieder der US-amerikanischen KC-135 getötet wurden oder den Absturz überlebt haben. Laut Militär handelt es sich um die ersten Verluste der Air Force während des Krieges mit dem Iran. Zwei Flugzeuge waren in den Vorfall verwickelt, der zum Absturz führte. Die zweite Maschine - ebenfalls eine KC-135 - landete sicher, sagten US-Vertreter. Das Central Command der USA teilte mit, der Verlust des Flugzeugs sei nicht auf feindlichen oder eigenen Beschuss zurückzuführen, und mit dem Vorfall vertraute Personen sagten, erste Berichte deuteten auf eine Kollision in der Luft hin.

Fed dürfte stillhalten - Hält Energiepreisanstieg für vorübergehend

Die Federal Reserve dürfte die Zinsen in der nächsten Woche unverändert lassen, meint Matthias Scheiber von Allspring Global Investments. "Wir sehen eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinsen überhaupt nicht senken wird. Sollten die Energiepreise jedoch weiter steigen, würden wir negative Auswirkungen auf die Stimmung der Verbraucher und Unternehmen erwarten," schreibt der Senior Portfoliomanager in einer Research Note. Vor dem Nahost-Konflikt sei erwartet worden, dass sich die US-Wirtschaft mit einem realen BIP-Wachstum von rund 2,5 Prozent erholen würde, so Scheiber.

China dürfte vom Nahost-Konflikt weniger betroffen sein als Vergleichsländer

China dürfte vom Nahost-Konflikt vergleichsweise weniger betroffen sein als Vergleichsländer, schreiben die Analysten von CreditSights, einer Einheit von Fitch Solutions, in einer Research Note. Sie verweisen auf Chinas große Rohölreserven, das deflationäre Umfeld und das Potenzial für staatliche Eingriffe in die Kraftstoffpreise, die Aktienmärkte und den Devisenmarkt. Mit Ölreserven, die für rund drei Monate reichten, dürfte die Versorgung komfortabel bleiben, während der Inflationsdruck voraussichtlich milder ausfallen werde als in anderen asiatischen Volkswirtschaften. Chinesische Aktien seien ebenfalls weniger stark gefallen und die Bewegungen des Yuan blieben begrenzt.

Japan muss bei wirtschaftlichen Folgen des Nahost-Konflikts vorsichtiger sein

Japan, einschließlich der Bank of Japan, müsse wahrscheinlich angesichts der wirtschaftlichen Folgen des Nahost-Konflikts vorsichtiger sein, schreibt Chang Wei Liang von DBS Group Research in einem Kommentar. Der Devisen- und Kreditstratege verweist auf die starke Abhängigkeit des Landes von Rohölimporten aus dem Nahen Osten. Rund 70 Prozent seiner Importe passieren die Straße von Hormus. "Die gute Nachricht ist, dass Japan über komfortable strategische Ölreserven für 250 Tage verfügt und bereits Pläne angekündigt hat, Ölreserven des Privatsektors für 15 Tage und staatliche Ölreserven für einen Monat freizugeben," fügt er hinzu.

+++ Konjunkturdaten +++

Schweden Feb Arbeitslosenquote 8,8%

GB/Industrieproduktion Jan -0,1% gg Vm; +0,4% gg Vj

GB/Industrieproduktion Jan PROG: +0,4% gg Vm, +0,6% gg Vj

GB/Handelsbilanz Jan Defizit 14,4 Mrd GBP

GB/Handelsbilanz Jan PROGNOSE: Defizit 22,2 Mrd GBP

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